Testzentrum: Apotheker, Koch, Tanzlehrer

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Berlin - Zahlreiche Apotheken suchen Mitarbeiter für ihre Testzentren. Denn der Betrieb durch das eigene Apothekenpersonal ist vielerorts neben dem Alltagsgeschäft schwer möglich. Was die Lebensläufe angeht, sind viele Inhaber flexibel. Gerade in Corona-Zeiten sind etwa Mitarbeiter aus der Gastronomie oder anderen Branchen froh über eine Beschäftigung. Auch Apotheker aus dem Ruhestand werden mobilisiert.

Im Testzentrum der Laurentius Apotheke in Mönchengladbach freut sich Inhaber Pascal Pech über eine breite Unterstützung. Der Apotheker übernahm den Betrieb 2016 von seiner Mutter, die nach wie vor im Handverkauf mithilft. Auch seine Schwester Rebekka Pech ist Apothekerin und bei ihm angestellt. Als sich das Team für ein eigenes Testzentrum entschied, fragte er seinen Vater um Hilfe.

Christian Pech war sofort dabei. Seit Mitte März ist er tageweise im Testzentrum in einem Keller unter einer Arztpraxis in der Dokumentation tätig. „Ich mache das gerne, es ist eine schöne Abwechslung zum Alltag.“ Zudem ergebe sich die Möglichkeit, frühere Kunden wiederzusehen. Manchmal tropft er auch die Flüssigkeit in die Testkassette. Das Ergebnis werde mit Hilfe des 4-Augen-Prinzips kontrolliert. „Manchmal ist die zweite Linie sehr dünn. Es besteht die Gefahr, dass man durch Routine nicht genau hinschaut.“

Für die Abstriche ist er nicht zuständig. Hier kommt Anno Esser ins Spiel. Im Leben vor der Pandemie war er als Tanzlehrer in einer Tanzschule tätig. „Der Inhaber der Apotheke ist einer meiner besten Freunde, wir kennen uns seit der Schule“, sagt er. Bereits im ersten Lockdown half er in der Apotheke bei der Inventur mit. Pech habe ihm den Job angeboten, den er als „Fachfremder“ ausführen konnte. „Das habe ich gemacht, bis wir im Sommer wieder öffnen durften. Im November war es dann wieder soweit, dass alles dicht gemacht wurde. Zu dem Zeitpunkt hatten wir noch die Hoffnung, das alles würde sich nicht so lang ziehen.“

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