Prozess gegen brutale Apothekenräuber beginnt

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Berlin - Es ist einer der brutalsten Apotheken-Unfälle der vergangenen Monate – jetzt kommen die mutmaßlichen Räuber vor Gericht. Am hellichten Tag überfielen am 8. Januar zwei schwarz gekleidete Männer mit Sturmhauben eine Apotheke in Meckenheim bei Bonn. Sie bedrohten die Mitarbeiter mit 25 Zentimeter langen Messern, raubten Geld und verloren einen Teil davon auf der Flucht.

Für die Mitarbeiter und Kunden war es ein albtraumartiges Erlebnis. Gegen 17.40 Uhr stürmten zwei mit schwarzen Strümpfen maskierte Männer die Offizin, riefen „Überfall, Überfall!“ und bedrohten die anwesenden Mitarbeiter und Kunden mit Messern. „Die Täter haben sich sehr schnell auf die Kasse und die Wertgegenstände gestürzt“, erzählt Apotheker Sven Goebel. Auch er wurde von den Vermummten angegriffen.

Er widersetzte sich deren Forderung, den Tresor zu öffnen. „Ich habe mich gewehrt und trug leichte Stichverletzungen am Arm davon. Daraufhin habe ich einen Feuerlöscher von der Wand genommen und die Täter so in die Flucht geschlagen.“ Die Polizei war umgehend zur Stelle. „Sie hat gut reagiert und war schnell mit einer Hundertschaft, einer Hundestaffel und Hubschraubern vor Ort“, erinnert sich Goebel. Die Täter flohen mit 4300 Euro Bargeld, verloren auf der Flucht allerdings einen Teil davon. 177,45 Euro der Beute fielen ihnen im Stress der Flucht aus den Taschen.

Die Polizei leistete schnelle Aufklärungsarbeit, noch am Tag des Überfalls wurde ein 26-Jähriger aufgegriffen, der zuvor schon wegen Eigentums- und Gewaltkriminalität auffällig geworden war. Nach Feststellung der Personalien und Abschluss der ersten kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. „Der Tatverdacht hat sich nicht bestätigt“, sagte damals ein Sprecher der Polizei Bonn. Aber er führte die Ermittler zu den wahren Verdächtigen: „Er kannte die beiden Männer, die wir später verhaftet haben“, so ein Ermittler. Das verlorene Geld führte die Ermittler zum Haus, in dem die mutmaßlichen Täter wohnten.

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