Zweitkarriere

Junger Apotheker wird PTA-Lehrer Torsten Bless, 23.09.2018 17:14 Uhr

Berlin - Einmal die Woche tauscht Jan Trautmann künftig seinen Platz in der Offizin im oberfränkischen Selbitz mit dem Lehrpult im Kulmbach. Ein Sprung ins kalte Wasser, doch seine Zweitkarriere an der PTA-Schule macht ihm bei aller Aufregung vorab zunehmend Spaß.

Vor zwei Jahren übernahm Trautmann die Löwen-Apotheke im 4300-Einwohner-Ort von seinem Vater Wolfgang. „Wir sind eine typische Landapotheke.“ Sein kompaktes Team umfasst zwei Apotheker, zwei PTA und zwei PKA, auch der Senior hilft ab und an noch mit. Mit der Versandapotheke Medikamente-per-Klick stehe die schärfste Konkurrenz nur 300 Meter Luftlinie entfernt von seiner Offizin entfernt. „Aber dank unserer Stammkunden können wir noch ganz gut gut leben. Es passt.“ Seit sechs Jahren arbeitet Trautmann mit im Qualitätszirkel Kulmbach. „Mehrmals im Jahr treffen sich Apotheker abends in ihrer Freizeit. Wir bearbeiten dann aktuelle Themen wie neue Medikamente oder Therapieoptionen und besprechen Patientenfälle.“

Der Qualitätszirkel eröffnete eine neue Karrierechance. „Sein Leiter Dr. Edgar Gräf ist seit diesem Sommer auch Leiter der PTA-Schule von Kulmbach“, erzählt Trautmann. „Er fragte mich, ob ich Lust hätte, da zu unterrichten.“ Ein Wochenende lang habe er überlegt und dann zugesagt. Gewisse Erfahrung brachte er bereits aus seinen Jahren als Angestellter in Nürnberg und Fürth mit: „Ich habe immer immer in Apotheken gearbeitet, die eine Heimversorgung unterhielten. Mein damaliger Chef hat mich vor zehn Jahren dazu verdonnert, die damit verbundene verpflichtende Schulung des Altenheimpersonals etwa zur Arzneimittelsicherheit oder zu rechtlichen Grundlagen zu übernehmen.“ Das habe er als Selbstständiger beibehalten.

Dennoch sei er vor seinem ersten Schultag in Kulmbach nicht wenig aufgeregt gewesen. „Ich bin da ins kalte Wasser gesprungen, für mich war das eine komplett neue Situation. Es ist schon etwas anderes, vor jungen PTA-Schülern zu stehen, aber sie nahmen mich sehr freundlich und neugierig auf“, sagt der selbst 37-Jährige. „Ich habe ihnen erzählt, woher ich komme und was ich mit ihnen vorhabe, sie haben mich gefragt, aus welcher Apotheke ich komme, wie viele Leute bei mir arbeiten.“

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