Kartellamt gibt grünes Licht

Weg frei für Gehe/Alliance

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Berlin -

Gehe und Alliance Healthcare Deutschland (AHD) dürfen fusionieren. Nach der EU-Kommission hat auch das Bundeskartellamt den Zusammenschluss genehmigt. Nun steht nur noch eine Entscheidung aus Österreich aus.

Das Bundeskartellamt hat den Zusammenschluss nach nur einmonatiger Prüfung freigegeben. Tatsächlich hatte man in Bonn nur noch einen nachgelagerten Schritt geprüft, nämlich die Beteiligung von McKesson an AHD: Der Gehe-Mutterkonzern bringt sein operatives Geschäft inklusive Immobilientochter in AHD ein und übernimmt im Gegenzug 30 Prozent der Anteile am Frankfurter Großhändler. Die Fusion selbst war beim Kartellamt nicht mehr das Thema – diese hatte die EU-Kommission geprüft.

Die Wettbewerbshüter in Brüssel hatten dem Deal vor zwei Wochen zugestimmt, ebenfalls nach nur einem Monat. Die Behörde sah keine Wettbewerbsbedenken, weder auf nationaler noch auf regionaler Ebene in den Einzugsgebieten der Niederlassungen. Es gebe genügend zuverlässige Wettbewerber, sowohl bundesweit wie auch vor Ort. Zusätzlichen Druck sieht die Kommission durch das Direktgeschäft der Hersteller. Daher habe eine normale Prüfung ausgereicht.

Nun muss nur noch die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) in Wien zustimmen. Laut österreichischem Kartellgesetz sind Zusammenschlüsse anmeldepflichtig, wenn sie „Inlandsauswirkung“ haben und bestimmte Umsatzschwellen überschreiten. Warum Gehe/AHD in Österreich mehr als 30 Millionen Euro Umsatz erzielen, ist nicht bekannt – eigentlich geht es bei dem Zusammenschluss nur um das Deutschlandgeschäft. AHD ist in Österreich nicht vertreten, McKesson aber mit der ehemaligen Genossenschaft Herba Chemosan Marktführer.

Nach der Freigabe könnte es nun ganz schnell gehen. „Der Zusammenschluss wird voraussichtlich im Herbst erfolgen“, so eine Gehe-Sprecherin. Bislang hatte es keine Informationen zu dem Deal gegeben; selbst die Mitarbeiter sind nicht informiert, welche Auswirkungen der Deal etwa auf die Struktur der Niederlassungen haben wird. Gemeinsam verfügen beide Konzerne über 42 Standorte, davon gehören Gehe 17 und AHD 25. Einige Vertriebszentren liegen nur wenige Kilometer auseinander. Schließungen werden unausweichlich sein.

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