Tarifabschluss im Süden

Großhändler zahlen mehr Geld

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Berlin -

In der sechsten Verhandlungsrunde haben sich Verdi und die Arbeitgeber im baden-württembergischen Groß- und Außenhandel auf eine Tarifeinigung für die rund 190.000 Beschäftigten der Branche verständigt. Die Einigung übernimmt den bereits am 21. Juli im bayerischen Groß- und Außenhandel gefundenen Tarifabschluss.

Die Entgelte steigen in zwei Schritten: Löhne und Gehälter werden zum 1. August um 2,9 Prozent angehoben und dann noch einmal um 2,1 Prozent im Mai kommenden Jahres. Die Auszubildendenvergütungen steigen zum 1. September um 40 Euro und ein Jahr später um weitere 30 Euro. Die Laufzeit beträgt insgesamt 24 Monate.

Man habe eine schwierige Tarifrunde mit deutlichen Entgelterhöhungen beenden können, sagte Wolfgang Krüger, Verhandlungsführer in Baden-Württemberg. „Auf beide Jahre der Laufzeit betrachtet gehen wir davon aus, dass der Abschluss eine reale Entgeltsteigerung für die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel Baden-Württemberg ergeben wird. Der Einsatz der Kolleginnen und Kollegen für bessere Tarife war erfolgreich.“

Die Tarifparteien haben eine Erklärungsfrist bis zum 18. August vereinbart. Bis dahin wird die Große Tarifkommission von Verdi über die Annahme des Tarifergebnisses entscheiden.

Forderung lag bei 7 Prozent mehr Gehalt

Der Tarifvertrag war von Verdi zum 30. April gekündigt worden. Die Gewerkschaft hatte eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7 Prozent gefordert, mindestens aber 250 Euro. Das rentenfeste Mindesteinkommen soll bei 14,90 Euro pro Stunde liegen, die Ausbildungsvergütungen sollten um 150 Euro monatlich erhöht werden. Die Laufzeit sollte nur bei 12 Monaten liegen. Die erste Verhandlung fand am 17. April in Stuttgart statt.

Zuletzt waren die Entgelte für die Mitarbeitenden im Großhandel zum 1. Oktober 2023 um 5,1 Prozent erhöht worden sowie zum 1. Mai 2024 um weitere 5 Prozent. Zum 1. Mai 2025 gab es ein weiteres Plus von 2 Prozent. Außerdem erhielten die Beschäftigten unter anderem 1000 Euro Inflationsausgleichsprämie (Vollzeit) und jährlich 480 Euro Altersvorsorge. Der Tarifvertrag hatte eine Laufzeit von 36 Monaten und orientierte sich schon damals am bayerischen Pilotabschluss.

Die Tarifrunden finden oft parallel statt, die Ergebnisse werden auch in anderen Bundesländern übernommen.

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