„Großhandel ist die entscheidende Schnittstelle“

Philippi besucht Alliance Healthcare

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Berlin -

Vergangenen Freitag hat der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi (SPD) die Niederlassung von Alliance Healthcare in Delmenhorst besucht, um sich vor Ort über die Abläufe der pharmazeutischen Logistik sowie über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen in der Arzneimittelversorgung zu informieren.

Im Mittelpunkt des Besuchs habe insbesondere die Frage gestanden, wie eine schnelle und zuverlässige Versorgung der Apotheken und damit für die Patientinnen und Patienten auch in strukturschwachen Regionen und inmitten eines immer herausfordernder werdenden Umfelds dauerhaft sichergestellt werden könne.

„Die Arzneimittelversorgung in Deutschland funktioniert – Medikamente kommen zuverlässig dorthin, wo sie gebraucht werden. Doch was dahintersteckt, bleibt für viele unsichtbar“, erklärte Dr. Joachim Lindner, Geschäftsleiter Betrieb bei Alliance Healthcare Deutschland. „Um Verständnis für die systemrelevante Arbeit des vollversorgenden Pharmagroßhandels zu schaffen, ermöglichen wir einen Blick hinter die Kulissen und bleiben im engen Austausch mit der Politik. Nur so können wir die Bedeutung der Pharmalogistik für die Versorgungssicherheit transparent machen und gemeinsam Lösungen für die Zukunft entwickeln.“

„Die sichere und flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln gehört zur kritischen Infrastruktur“, so auch Gönna Schneil, Head of External Affairs bei Alliance Healthcare Deutschland. Doch sie funktioniert nur im Zusammenspiel aller Beteiligten – Industrie, Großhandel, Apotheken und Politik. „Denn nur wenn die Rahmenbedingungen entsprechend zukunftssicher gestaltet werden, können wir in Deutschland eine optimale Arzneimittelversorgung innerhalb eines funktionierenden Gesundheitssystems sicherstellen.“

Digitale Komplettlösung

Beim Austausch hätten die Gesprächspartner auch über innovative Entwicklungen wie digitale Services zur Unterstützung der Apotheken diskutiert. Alliance Healthcare trage auch dadurch maßgeblich zur Sicherstellung der Arzneimittelversorgung bei, dass das Unternehmen in ländlichen Regionen eine verlässliche, schnelle und herstellerneutrale Vollversorgung der Apotheken gewährleistet.

Ergänzend dazu biete es seit Anfang Juni mit dem Versorgerpaket eine digitale Komplettlösung für Vor-Ort-Apotheken an: Diese Erweiterung für apotheke.com ermögliche es Apotheken, Leistungen wie Impfungen, Diagnostik und Beratung strukturiert, effizient und wirtschaftlich anzubieten und für Patientinnen und Patienten einfach digital zugänglich zu machen.

„Der pharmazeutische Großhandel ist die entscheidende Schnittstelle zwischen Produktion und wohnortnaher Versorgung. Verlässliche Strukturen sind daher unverzichtbar“, so Philippi. Aufgrund der demografischen Entwicklung werde der Arzneimittelbedarf in den kommenden Jahren, besonders im ländlichen Raum, weiter anwachsen. Gerade für Flächenländer wie Niedersachsen bedeute das eine große logistische Herausforderung. „Aus diesem Grund bedanke ich mich sehr für das hier vor Ort geleistete Engagement und die konstruktiven Gespräche.“

Gesamte Versorgungskette berücksichtigen

Die geplanten gesundheitspolitischen Reformen müssten alle Bereiche der Versorgungskette berücksichtigen und damit auch den Pharmagroßhandel mitdenken, lautete eine zentrale Erkenntnis des Austauschs. „Der vollversorgende pharmazeutische Großhandel will auch in Zukunft die Versorgung der Apotheken und ihrer Patientinnen und Patienten sicherstellen. Dafür müssen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Will die Politik die Apotheke vor Ort stärken, darf sie den Großhandel, der sie beliefert, nicht vergessen“, betonte Phagro-Geschäftsführer Michael Dammann.

Der Standort Delmenhorst versorgt nach eigenen Angaben täglich zahlreiche Apotheken in der Region – sogar mehrmals am Tag. Dabei spielen moderne Lagerprozesse, die Einhaltung sensibler Kühlketten sowie eine leistungsfähige Infrastruktur eine entscheidende Rolle.

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