Shop-Apotheke liefert am selben Tag

, Uhr

Berlin - Die Lieferzeit von mehreren Tagen gehört zu den größten strukturellen Nachteilen im Versandhandel. Jetzt startet die Shop-Apotheke einen Expresslieferdienst: Vom Standort in Venlo aus werden Kunden in Teilen von Nordrhein-Westfalen noch am selben Abend beliefert. Ganz reibungsfrei funktionierte das Konzept in einem Test allerdings nicht.

„Shop Apotheke Now! Heute bestellt. Heute geliefert.“ So bewirbt die Versandapotheke aus dem niederländischen Venlo ihr neues Konzept. Artikel, die noch am selben Abend geliefert werden, sind im Webshop als Now!-Produkt gekennzeichnet. Doch schon bei der PLZ-Abfrage gibt es für Nutzer eine erste Enttäuschung: Das Angebot gilt derzeit nur für Kunden in ausgewählten Regionen des Ruhrgebiets und Rheinlands, beispielsweise in den Regionen Düsseldorf, Dortmund und Köln. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Erweiterung des Liefergebiets“, heißt es auf der Website.

Kunden, die die „Premium-Abendlieferung“ in Anspruch nehmen wollen, müssen montags bis freitags bis spätestens 11 Uhr bestellen. Die Ware wird dann zwischen 19 und 22 Uhr zugestellt. Shop-Apotheke arbeitet mit der auf Expresslogistik spezialisierten Hermes-Tochter Liefery zusammen, der die Ware in Venlo abholt und zum Kunden fährt.

Der Service kostet 4,99 Euro, Kunden des Vorteilsprogramms RedPoints bezahlen nur 2,99 Euro für den Versand. Rezeptpflichtige Medikamente sind ausgeschlossen, da aus rechtlichen Gründen zur Bearbeitung das Originalrezept benötigte werde, erklärt Shop-Apotheke.

Eine erste Testbestellung verlief allerdings erfolglos. Nachdem der Auftragseingang um 10.52 Uhr zunächst bestätigt wurde, kam um 12.50 Uhr die Absage: „Bedauerlicherweise mussten wir Ihre Bestellung PZN 01578681, Bepanthen Augen+Nasensalbe aufgrund kurzfristiger Nichtverfügbarkeit der Artikel vollständig stornieren“, hieß es. Eine automatische Nachlieferung sei aus organisatorischen Gründen nicht möglich. „Für die stornierte Bestellung werden Ihnen selbstverständlich keine Kosten in Rechnung gestellt und wir schreiben Ihnen als kleine Entschädigung 5,- Euro auf Ihrem Kundenkonto gut.“

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr aus Ressort

Apotheken sollen 10.000 Euro im Jahr investieren
„Apotheker unterschätzen ihre Macht“ »
Weiteres
Apotheken sollen 10.000 Euro im Jahr investieren
„Apotheker unterschätzen ihre Macht“»
Bakterien und Antibiotika
Bayern: Stabile Resistenzlage»
Entourage-Effekt des Hopfens
CBD ohne Hanf»
Apotheken brauchen Support vom Softwarehaus
DAV-Portal: Anbindung beginnt»