Abendzustellung: Apo-Discounter schickt Kuriere

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Berlin - Nach Aponeo und Shop-Apotheke bietet auch Apo-Discounter Kunden in bestimmten Einzugsgebieten jetzt eine Expresszustellung an. Anders als bei der Konkurrenz gilt der neue Service für alle Bestellungen – und kostet nichts extra.

„Apo Express – weil wir schneller sind!“ So bewirbt Apo-Discounter den neuen Service. Abhängig von Wochentag und Uhrzeit bei der Bestellung werde die Ware „noch am selben oder schon am nächsten Abend“ übergeben. „Das muss richtig teuer sein, denken Sie bestimmt? Nein, unsere Abendlieferung kostet Sie keinen Cent extra!“ Lediglich die regulären Versandkosten fallen an, wenn die Bestellung einen Wert von 15 Euro unterschreitet.

Viele Produkte könne man bereits jetzt für die Abendlieferung auswählen: Laut Apo-Discounter werden alle Artikel mit dem Status „sofort lieferbar“ automatisch mit Apo Express verschickt. „Täglich kommen weitere Artikel hinzu.“ Rezeptpflichtige Bestellungen seien derzeit noch von der Abendlieferung ausgenommen.

Nutzen können den Service Kunden in Leipzig/Halle, Dresden und Berlin – etwas diffus ist allerdings das konkrete Einzugsgebiet. Denn bei der Bestellung wird nicht angezeigt, ob die jeweilige Postleitzahl für den Service infrage kommt. In Berlin etwa werden Außenbezirke nicht angesteuert. Im Zweifelsfall erfährt man erst nach der Bestellung per SMS, wann die Ware tatsächlich kommt und in welchem Zeitfenster der Kurier eintrifft. Geliefert wird laut Website zwischen 18 und 22 Uhr – „auf Wunsch vor oder ab 20 Uhr“.

Bestellen müssen Kunden, die den Service nutzen wollen, in Berlin bis 11 Uhr, in Dresden bis 12 Uhr und in Leipzig/Halle bis 13 Uhr. Bestellungen, die samstags ab 17 Uhr bis sonntags 0 Uhr eingehen, werden am Montagabend ausgeliefert. „In der Zeit von freitags, 13 Uhr, bis samstags, 17 Uhr, können wir den Service Apo Express leider derzeit nicht anbieten“, heißt es auf der Website.

Vom Standort im niederländischen Duiven aus könnte auch die Schwesterfirma Apo.com perspektivisch etwa Kunden in den Großstädten im Ruhrgebiet noch am Tag der Bestellung beliefern. Im Handelsblatt gab Firmengründer Helmut Fritsch in der vergangenen Woche zu Protokoll, dass die Apotheke vor Ort auch im Akutfall auf absehbare Zeit nicht mehr alternativlos sein wird. Er ging sogar so weit zu sagen: „Nur die Hälfte der Apotheken wird überleben.“

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