Lidl verramscht Autan | APOTHEKE ADHOC
Mückenabwehr

Lidl verramscht Autan

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Berlin -

Es wird Sommer und mit dem schönen Wetter kommen die Mücken. Repellents haben in den Apotheken Hochkonjunktur. Doch nicht nur dort: Auch Drogerien und der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) nutzen die erhöhte Nachfrage: Autan ist derzeit bei Lidl und Rossmann im Angebot – unterhalb der Apothekeneinkaufspreise (AEP).

Lidl bietet Autan für 3,99 Euro an. Ab dem 9. Juni steht die Sprühflasche beim Discounter in den Regalen. Auch die Drogerien und Online-Händler ziehen mit: Bei Rossmann kostet das Mückenspray ebenfalls 3,99 Euro. Bei dm ist Autan für 4,99 Euro zu kaufen. Etwas mehr kostet der Klassiker online, wo das günstigste Angebot bei 4,50 Euro liegt und Versandgebühren von mindestens 2,90 Euro anfallen. Amazon bietet das Mückenschutzmittel im Spar-Abo für 4,70 Euro an.

Mit diesen Preisen können die meisten Apotheken nicht mithalten. Ihnen wird Autan von Großhändlern zum regulären Einkaufspreis von 7,02 Euro angeboten. Selbst Sonderangebote wie gerade bei der Noweda à 5,99 Euro liegen weit über dem Discounterpreis.

Im vergangenen Jahr wurden in den Apotheken insgesamt rund 1,7 Millionen Packungen an Repellentien im Wert von rund 19,3 Millionen Euro (AVP) verkauft. Im Mass Market werden mit Mückenschutzmitteln insgesamt 11,8 Millionen Euro umgesetzt – dort ist Autan mit etwa 80 Prozent Marktführer.

Klosterfrau hat in Drogerien und LEH seine Position mit dem Mückenschutzmittel in den vergangenen fünf Jahren ausbauen können: Der Marktanteil nach Umsatz kletterte seit 2011 von 72 auf 81 Prozent. Die Umsätze lagen zuletzt bei rund 9,6 Millionen Euro, einen Ausschlag nach oben hatte das Hochwasser im Sommer 2013 gebracht.

Anders in der Offizin: Dort verlor der Klassiker deutlich von 48 Prozent Markanteil in 2011 auf 22 Prozent in 2015. Im vergangenen Jahr gingen noch rund 340.000 Packungen im Wert von rund 4,4 Millionen Euro über den HV-Tisch. Vor fünf Jahren lagen die Umsätze bei 6,7 Millionen Euro. Während der Anteil des Apothekengeschäfts also 2011 noch bei 44 Prozent von insgesamt 15 Millionen Euro lag, waren es 2015 noch 31 Prozent von 14 Millionen Euro.

In der Offizin führt Anti Brumm. Mit rund 770.000 verkauften Verpackungen erwirtschaftete Hermes 2015 als Lizenznehmer des schweizerischen Herstellers Vifor einen Umsatz von rund 9 Millionen Euro. Weitere Marken sind Mosquito von Wepa, Nobite von Tropical Concept, Soventol Protect von Medice und Viticks von Hennig Arzneimittel. Im Mass Market gibt es andere Anbieter.

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