Kaufland verramscht Apothekenmarken

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Berlin - Im Frühjahr verabschiedete sich die Drogeriekette dm im Kosmetikbereich vom Apothekensortiment. Stattdessen griff der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) zu: Bei Kaufland tauchten Gesundheits- und Kosmetikprodukte aus der Offizin auf. Jetzt werden die Restbestände offenbar verramscht.

In einem Markt in Frankfurt entdeckte eine PTA in dieser Woche Apothekenmarken im Ramschregal. „Super günstig und immer noch super lecker!“, stand auf den Regalschienen. Der Preisvorteil wurde mit der begrenzten Haltbarkeit erklärt.

Hier konnten Schnäppchenjäger zuschlagen: Produkte wie Visine (J&J), Baldriparan (Pfizer), Kohle-Compretten (Merck) und Posterisan protect (Kade) wurden zum reduzierten Preis angeboten. Auch Cetebe (GSK), Octenisept (Schülke), Hansaplast (Beiersdorf), Pinimenthol (Schwabe) und Formoline L112 (Certmedica) waren in der Discount-Ecke zwischen Haarfärbemittel, Deospray, Fleckenentferner, Buntstiften und Eiweißpulver zu finden. Biofax (Strathmann) war in so großen Mengen vorhanden, dass die Packungen in Kartons von Knorr und Maggi ausgestellt wurden.

Noch im Sommer zierten die Apothekenmarken das Gesundheitsregal. Ein Kaufland-Markt im baden-württembergischen Ludwigsburg bot neben Cetebe, Baldriparan, Formoline und Kohle-Compretten Marken wie Centrum und Thermacare (Pfizer), Yokebe und XLS Medical (Omega), Isla Moos (Engelhard), sowie Basica (Protina) an. Auch Ratiopharm lag im Regal. 60 Kapseln Vitamin B-Komplex kosteten 8,95 Euro, der Apothekenverkaufspreis liegt bei knapp 15 Euro.

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