Graumarkt kostet massiv Umsatz

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Berlin -

Drogerie, Discounter, Supermarkt: Produkte aus der Offizin werden immer wieder über andere Vertriebskanäle verkauft. Wie die eigentlich apothekenexklusive Ware in den Regalen des Mass Markets landet, ist dabei oft schwer nachzuvollziehen. Bei einer Umfrage von APOTHEKE ADHOC gab jeder dritte Teilnehmer an, dass die Verkäufe über den Graumarkt bereits massiv Umsatz kosteten.

Wenn Apothekenware über den Graumarkt in Drogerien oder dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) landet, ist das für die Mehrheit der Umfrageteilnehmer ein großes Problem. 32 Prozent halten die Fälle für sehr ärgerlich: Die Abwanderung der Produkte koste bereits massiv Umsatz.

Weitere 47 Prozent gaben an, dass die Verkäufe abseits der Offizin schlecht für das Image sowohl der Marke, als auch der Apotheke seien. 9 Prozent sehen auch vor allem Nachteile für die Industrie: Apothekenmarken im Graumarkt seien für Hersteller ein Problem, da sie der Marke schadeten.

Nur 1 Prozent gab an, dass sich die Lage entspannt habe, seit die Drogeriekette dm auf den Vertrieb von Apothekenkosmetik verzichte. 9 Prozent halten die Fälle eher für ein Randproblem, das überbewertet werde. 2 Prozent hatten dazu keine Meinung. An der Umfrage nahmen am 13. und 14. Juni 158 Leserinnen und Leser von APOTHEKE ADHOC teil.

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