Dümmel: Apotheken müssen attraktiver werden

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Berlin -

Ralf Dümmel kennen die meisten als Investor aus der TV-Show „Die Höhle der Löwen“. Seit zwei Jahren unterstützt der Unternehmer in dieser Funktion junge Unternehmen dabei, innovative Produkte auf den Markt zu bringen. Eines dieser Produkte – das Nahrungsergänzungsmittel Veluvia – hat es in die Apotheke geschafft. Bei VISION.A, der Digitalkonferenz von APOTHEKE ADHOC und Apotheken Umschau, berichten Dümmel und Veluvia-Geschäftsführer Jörn-Marc Vogler, welche Hürden sie dabei überwinden mussten.

Bevor Dümmel in der dritten Staffel zu „Die Höhle der Löwen“ kam, hatte die Show ein Problem: Viele der Deals, die im TV-Format geschlossen wurden, platzten, sobald die Kameras aus waren. Investoren und Gründer hatten einfach zu unterschiedliche Ansichten, wie es mit dem gemeinsamen Projekt weitergehen soll. Dümmel brachte neuen Schwung – in Form von neuen Deals und mehr Zuschauern. Mit seinem Unternehmen DS Produkte vertreibt er seit fast drei Jahrzehnten Konsumgüterprodukte. Er weiß, was am Markt ankommt: „Die Produkte müssen innovativ sein und für den Kunden einen Mehrwert haben“, sagt er.

„Die Höhle der Löwen“ wird im Frühjahr aufgezeichnet und im Herbst ausgestrahlt. Investoren und Start-ups bleiben zwischen vier und sieben Monate, um die Produkte auf den Markt zu bringen. Wenn in der Show ein Deal geschlossen wurde, bemühen sich Dümmel und sein Team, die Verträge möglichst schnell in trockene Tücher zu bringen. „In der Sendung verloben wir uns“, sagt er, „dann müssen wir schnell heiraten.“ Innerhalb von zehn Tagen sprechen die Start-ups bei DS Produkte in Hamburg vor. Dort wird unter anderem über die strategische Ausrichtung gesprochen, die Rechtsabteilung hat bereits geprüft, ob alles richtig angemeldet wurde.

Wenn die Verträge geschlossen sind, ordert DS Produkte die Artikel in großer Stückzahl bei Produzenten in Asien, Europa oder Deutschland. Dafür geht das Unternehmen in Vorkasse. „In der dritten Staffel habe ich 3,1 Millionen Euro in der Sendung investiert und später noch einmal 22 Millionen Euro als Working Capital“, berichtet Dümmel. Seine Mitarbeiter bringen die Produkte direkt in die Handelsketten, 40.000 Filialen beliefert das Unternehmen. Wenn die Folge ausgestrahlt wird, stehen sie bereits am nächsten Morgen in den Regalen.

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