Digitalkonferenz VISION.A

„Über DocMorris würde ich mir gar keine Gedanken machen“ APOTHEKE ADHOC, 01.03.2018 14:25 Uhr

Berlin - Die Digitalisierung hat im Handel nicht nur neue Stars hervorgebracht, sondern auch viele Verlierer. Während einstige Branchengrößen wie Neckermann die Umstellung auf die neue Zeit nicht überlebten, kann sich das Versandmodehaus Walbusch weiterhin hervorragend behaupten. Denn das Familienunternehmen ist in einer Branche im Umbruch erfolgreich mit der Zeit gegangen. Wie es das geschafft hat – und was Apotheker davon lernen können – wird Geschäftsführer Christian Busch auf der VISION.A, der Digitalkonferenz von APOTHEKE ADHOC und Apotheken Umschau, erklären. Wer daran teilnehmen möchte, sollte sich noch schnell Tickets sichern.

Walbusch ist ein deutsches Familienunternehmen im besten Sinne: 1934 begann Walter Busch damit, Rasierklingen aus Solingen zu versenden. Daraus wuchs über die Jahrzehnte ein angesehenes Versandhaus, das sich auf Herrenmode im gehobenen Segment spezialisiert hat. Während sich andere Häuser in den letzten zehn Jahren oft ratlos von der Onlinekonkurrenz das Wasser abgraben ließen, ging es für Walbusch bergauf. Denn Christian Busch, Geschäftsführender Gesellschafter in der dritten Generation, sieht den Blick nach vorn als Familientradition: „Schon mein Großvater und mein Vater haben sich stets den Kunden- und Marktentwicklungen angepasst.“ Und mehr noch: Entgegen dem vermeintlichen Trend fährt das Unternehmen gut damit, neben dem reinen Versand ein zweites Standbein aufzubauen, indem es mit eigenen Filialen in den stationären Handel drängt.

Wie passt das mit zunehmender Digitalisierung und Online-Handel zusammen? „Man muss dort präsent sein, wo die Kunden sind“, so Busch. „Bei allem Online-Wachstum wird der Großteil des Textil-Umsatzes immer noch stationär gemacht.“ Doch eine Möglichkeit, den digitalen Wandel ruhiger angehen zu lassen, ergibt sich daraus keineswegs – im Gegenteil: „Man muss heute ganz klar für sich selbst definieren, wen man erreichen will, und die Kunden dann an sich binden.“

Darin sieht der 45-Jährige eines der Erfolgsgeheimnisse. Sich dabei gegen die Branchenriesen zu behaupten, werde aber nicht gelingen, indem man sie kopiert. Stattdessen muss man als moderner Unternehmer auf seine Stärken setzten: „Wenn wir versuchen würden wie Amazon oder Zalando zu sein, würden wir krachend scheitern. Was wir neben einem überzeugenden Produkt bieten müssen, sind persönliche Bindungen.“

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