Aspirin Effect fehlt auf unbestimmte Zeit

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Berlin - Bayer kämpft seit Längerem mit Lieferengpässen bei Produkten der Dachmarke Aspirin (Acetylsalicylsäure). Einige Zeit mussten Patienten und Apotheker beispielsweise auf Aspirin protect und Aspirin i.v. verzichten. Auch Aspirin Complex (ASS/Pseudoephedrin) ist in der Erkältungssaison nur eingeschränkt lieferbar, Bayer setzt in diesem Winter auf die Packung zu zehn Stück. Seit November fehlt es auch an Aspirin Effect.

Aspirin Effect ist die praktische Lösung gegen Schmerzen und Fieber aus Leverkusen. Der Wirkstoff besitzt schmerzstillende, fiebersenkende und entzündungshemmende Eigenschaften. Das Direktgranulat mit Orangen-Cola-Geschmack kann ohne Wasser eingenommen werden und zergeht auf der Zunge. Die maximale ASS-Plasmakonzentrationen ist innerhalb von 25 Minuten erreicht.

„Fortlaufende Korrektur- und Modernisierungsmaßnahmen am Produktionsstandort Bitterfeld führen zu einem temporären Lieferausfall bei Aspirin Effect“, teilt eine Sprecherin mit. Eine verbindliche Auskunft, wann das Arzneimittel wieder lieferbar sein wird, könne aktuell nicht gegeben werden. „Bayer arbeite mit Hochdruck daran, wieder vollständig lieferfähig zu sein“, heißt es weiter. In einigen Apotheken fürchtete man schon um die Zukunft des Granulats. Bayer kann jedoch beruhigen: „Aspirin Effect ist ein wichtiges Produkt in der Range Aspirin.“

Bayer ist der einzige Hersteller, der ein ASS-Granulat auf dem Markt hat. Aspirin-Kunden können jedoch auf die Kautabletten Aspirin Direct ausweichen. Insgesamt wurden mit Aspirin laut Insight Health in den Apotheken im vergangenen Jahr etwas mehr als 120 Millionen Euro (Apothekenverkaufspreise, AVP) umgesetzt, ein Minus von 10 Prozent.

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