Ibu wächst und wächst, ASS verliert und verliert

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Berlin - Mit neuen Warnhinweisen sollen Verbraucher vor den Risiken von Analgetika geschützt werden. Zahlen von Iqvia zeigen allerdings, dass der Verbrauch rückläufig ist. Seit 2010 ist die Zahl der jährlich abgegebenen Packungen um 9 Prozent zurückgegangen. Sichtbar ist ebenfalls, dass der Trend der Anwendung von Monopräparaten anhält.

589 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr mit rezeptfreien Schmerzmitteln in den Apotheken auf Basis der Verkaufspreise (AVP) umgesetzt. Im Vergleich zu 2016 ist der Umsatz um knapp 1,7 Prozent, im Vergleich zu 2010 sogar um 14 Prozent gewachsen. Auf Basis der verkauften Packungen zeigt sich aber, dass der Verbrauch rückläufig ist: Um 2,9 Prozent sank der Absatz im Vorjahresvergleich; verglichen mit 2010 sind es sogar 8,7 Prozent weniger: 103 Millionen Einheiten wurden 2017 verkauft, 2010 waren es noch knapp 10 Millionen Packungen mehr.

Am häufigsten gefragt ist nach wie vor Ibuprofen: Mit 51 Millionen Packungen im Wert von 320 Millionen Euro hält der Wirkstoff einen Marktanteil von 54 Prozent nach Umsatz und 49 Prozent nach Absatz. Ibuprofen der einzige Wirkstoff unter den großen Analgetika, dessen Absatz im Vorjahresvergleich annähernd stabil geblieben ist. Der Umsatz konnte sich sogar um 4 Prozent steigern. Im Vergleich zu 2010 sind der Umsatz um 67 Prozent und der Absatz um 46 Prozent gewachsen. Damals lag der Marktanteil noch bei 37 beziehungsweise 31 Prozent.

Mit großen Abstand hält sich Paracetamol mit einem Marktanteil von 25 Prozent auf dem zweiten Platz. Nach Umsatz kommt der Klassiker wegen des geringen Preises sogar nur auf 10 Prozent. Die Zahl der abgegebenen Packungen sank im Vorjahresvergleich um 3 Prozent auf 26 Millionen Stück, der Umsatz um 1 Prozent auf 59 Millionen Euro. Seit 2010 sind die Abverkäufe um 22 Prozent zurückgegangen, der Umsatz hält sich stabil (plus 2,6 Prozent).

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