Aspirin: Keiner zerfällt schneller

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Berlin - Aspirin ist weltweit eines der am besten erforschten Arzneimittel. Bayer hat 2014 die Galenik des Blockbusters überarbeitet und das Schmerzmittel noch schneller gemacht. Daten einer in vivo-Untersuchung belegen nun: Aspririn zerfällt viermal schneller als Ibuprofen/-lysinat-Tabletten.

Der Zerfall und die Bioverfügbarkeit von Aspirin 500 mg überzogene Tabletten wurden in einer pharmakoszintigraphischen Darstellung im Vergleich zu Ibuprofen und Ibuprofen-Lysin – entsprechend 400 mg Ibuprofen – am Menschen untersucht. So konnten Zerfalls- und Resorptionsverhalten der Schmerzmittel visualisiert und quantifiziert werden.

Die Daten zeigen: Aspirin zerfällt binnen neun Minuten vollständig, die Ibuprofen-Varianten benötigten hingegen 37,5 Minuten. Somit zerfällt das Bayer-Original im Median viermal schneller als Ibuprofen. Daraus resultiert für die Acetylsalicylsäure (ASS) eine raschere Anflutung. Die maximale Plasmakonzentration ist bereits in einem Zeitraum von 20 Minuten erreicht. Zum Vergleich: Ibuprofen benötigt 68 Minuten und Ibuprofen-Lysin 42 Minuten zum erreichen der maximalen Plasmakonzentration. Somit flutet die ASS im Aspirin dreimal schneller als Ibuprofen und zweimal schneller als das „schnelle“ Ibuprofen an.

2014 wurde die klassische Aspirin Tablette durch die neue Formulierung ersetzt. Das Besondere des neuen Aspirin ist die sogenannte Micro-Aktiv-Technologie: hierbei sind die Wirkstoff-Kristalle um durchschnittlich 90 Prozent verkleinert und, Natriumcarbonat ist als Zerfallsbeschleuniger zugesetzt. Dies führt zu einer beschleunigten Dissolution, einer raschen Resorption des Wirkstoffs und in Folge zu einem schnellen Wirkeintritt.

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