„Wohnzimmertests“ nach einem Tag vergriffen

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Berlin - Die Apotheken in Österreich leisten in der Coronakrise Überstunden. Seit gestern geben sie Gratis-Laientests an Kunden ab. Doch die Schnelltests kommen in Großpackungen, die von den Mitarbeiter:innen händisch umverpackt werden müssen. In den ersten Apotheken waren die kostenlosen Tests bereits am ersten Tag vergriffen.

Die österreichischen Apotheken bilden mit dem Angebot an Gratis-Schnelltests ein zentrale Säule der Teststrategie des Landes. Kunden können sich dort seit Anfang Februar gratis auf Covid-19 testen lassen. Seit gestern verteilen Apothekenmitarbeiter:innen kostenlose Selbsttests – sogenannte „Wohnzimmertests“. In der Stadtapotheke Imst in Tirol waren alle Tests am ersten Tag vergriffen. Das Team weist mit einem Plakat darauf hin: „Heute leider keine Gratis-Selbsttests mehr vorrätig“, heißt es darauf.

Insgesamt wurden gestern 2000 Tests in 400 Kuverts zu je fünf Stück mit erklärendem Informationsmaterial an Kunden abgegeben. Die Apothekenmitarbeiter:innen waren wie viele andere Kollegen zuvor damit beschäftigt, die Antigentests umzuverpacken. Zwei bis drei Tage dauere es, je nach Auslastung der Apotheke, sagt Apotheker Clemens Feldmann. Diese oder kommende Woche werde Nachschub von 3000 Stück erwartet.

Pro Person und Monat sollen bis zu fünf kostenlose Tests zur Verfügung stehen. Die Apotheken werden der Kammer zufolge sukzessive mit Testkits beliefert. Geplant ist, in der ersten Woche rund 500.000 Menschen mit Selbsttests versorgen zu können.

Bezogen werden können die „Wohnzimmertests“ von Kunden ab 15 Jahren in allen teilnehmenden Apotheken. Die Sozialversicherungsnummer oder die Gesundheitskarte dienen als Identitätsnachweis. Die Selbsttests werden Schritt für Schritt auf ganz Österreich ausgerollt. „Die Selbsttests dienen vor allem dazu, den Menschen zuhause eine Möglichkeit der Ersteinschätzung zu geben. Sie sind jedoch nicht als ‚Zutrittstest‘ gültig“, teilt das Gesundheitsministerium mit.

 

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