Auch Apotheken können Hilfsgelder erhalten

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Berlin -

Der Bundestag verabschiedet heute umfangreiche Hilfsmaßnahmen für Unternehmen, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Not geraten. Mit einem Volumen von 650 Milliarden Euro federt das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) die ökonomischen Auswirkungen der Pandemie auf Unternehmen ab, deren Bestand für den Standort Deutschland oder den Arbeitsmarkt erhebliche Bedeutung hat. Die Unterstützungsmöglichkeiten des Fonds gelten auch für systemrelevante kleinere Unternehmen und Unternehmen im Bereich kritischer Infrastruktur – wie Apotheken.

Die Maßnahmen sollen laut BMWI Liquiditätsengpässe beseitigen, die Refinanzierung am Kapitalmarkt unterstützen und vor allem auch die Kapitalbasis von Unternehmen stärken. Der Fonds kann sich auch zeitlich begrenzt direkt an Unternehmen beteiligen. Ziel sei dabei auch, einen Ausverkauf deutscher Wirtschafts- und Industrieinteressen zu verhindern. Die Bundesregierung greift damit auf den SoFFin – den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung – zurück, der in der Finanzkrise bereits funktioniert hat. Der „Wirtschaftsstabilisierungsfonds“ besteht aus:

  • 400 Milliarden Euro Staatsgarantien für Verbindlichkeiten
  • 100 Milliarden Euro für direkte staatliche Beteiligungen
  • 100 Milliarden Euro für Refinanzierung durch die KfW
  • 50 Milliarden Euro für Soloselbstständige und kleine Betriebe

Wie und wann die Mittel – auch für Soloselbstständige und kleine Betriebe – beantragt werden können, will das BMWi in Kürze bekannt machen: „Die Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck daran, dass die Gelder so schnell wie möglich ausgezahlt werden können. Es handelt sich dabei um Zuschüsse, keine Darlehen. Eine Antragstellung soll möglichst elektronisch erfolgen und in Kürze möglich sein. Das Geld hierfür aus dem Nachtragshaushalt soll – nach Verabschiedung des Nachtragshaushalts im Parlament in dieser Woche – in Kürze für die Länder zur Verfügung stehen. Die Durchführung erfolgt durch die Länder (beispielsweise über die Landesförderbanken wie in Niedersachsen), hier werden die Details gemeinsam mit den Ländern derzeit rasch geklärt“, so ein BMWi-Sprecher gegenüber APOTHEKE ADHOC.

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