Corona-Soforthilfe

Fördermittel: Apotheken teilweise ausgeschlossen Alexander Müller, 03.04.2020 09:50 Uhr

Berlin - Der Staat greift Unternehmen finanziell unter die Arme, die von der Corona-Krise besonders hart betroffen sind. Im Einzelfall gilt das schon jetzt für Apotheken – etwa in vollkommen verwaisten Centern, Bahnhöfen und Flughäfen oder Fußgängerzonen. Grundsätzlich kommen auch Apotheken als systemrelevante Kleinbetriebe für staatliche Förderungen in Betracht. Doch die Vorgaben, wer was wie beantragen kann, sind nicht leicht zu durchblicken. Vor allem die Einbeziehung von Betriebs- oder gar Privatvermögen bei der Prüfung ist ein heikler Punkt. Und in Thüringen sind Apotheken generell vom Soforthilfeprogramm ausgeschlossen.

Die Treuhand Hannover würde den Apotheken gerne allgemeingültige Auskünfte an die Hand gaben, wie sie im Bedarfsfall Fördergelder beantragen. Aber dazu sei die Situation in den Bundesländern viel zu unterschiedlich und volatil: „Die Behörden und Förderstellen justieren zeitnah nach, es gibt beinahe stündlich Änderungen“, berichtet eine Sprecherin der Treuhand. Beispiel Anzahl der Mitarbeiter. In Nordrhein-Westfalen wurde der Stichtag für die Erfassung nach hinten verschoben und gilt dann rückwirkend für das Datum der Antragstellung.

Die Treuhand-Sprecherin kann den Apotheken vor allem diesen Tipp geben: Die Richtlinie der Förderung aufrufen, Screenshot machen und den Antrag nach bestem Wissen und Gewissen ausfüllen. Eine wertvolle Hilfestellung bietet das „Gründerlexikon“: Auf der Homepage sind Hinweise und Links zu den Soforthilfen-Programmen für Freiberufler aller Bundesländer, die ständig aktualisiert werden.

Apotheken und Ärzte aus Thüringen brauchen sich – zumindest aktuell – gar nicht um eine Hilfe zu bemühen. In den FAQ der Thüringer Aufbaubank heißt es: „Es gibt nur sehr wenige Berufe, die nicht gefördert werden: Landwirtschaft (andere Unterstützungsprogramme), Steuerberatung, Rechtsanwälte, Medizin und Apotheken. […] Es handelt es sich um eine Einmalzahlung an Unternehmen, die durch die Corona-Krise unverschuldet in eine Notlage geraten sind, und wir setzen an dieser Stelle auf die Solidarität der Wirtschaft: Die Einmalzahlung soll ausschließlich denjenigen Firmen über die ersten Hürden helfen, die in einer existenzbedrohenden Situation sind.“

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