aposcope-Umfrage

Inhaber: Kassen sollten Botendienst bezahlen APOTHEKE ADHOC, 24.10.2019 15:12 Uhr

Berlin - Da der Botendienst jetzt eine Regelleistung der Apotheken ist, könnten die Krankenkassen aus Sicht vieler Apotheker auch für die Kosten aufkommen. Zumindest in begründeten Fällen wie bei der Bestellung von Rabattarzneimitteln sehen das laut einer aktuellen aposcope-Umfrage 87 Prozent der befragten Apothekeninhaber so.

Der Gesetzgeber hat per Verordnung klargestellt, dass der Botendienst nicht mehr nur als Ausnahme im Einzelfall angeboten werden darf, sondern zu einer Regelleistung wird. In der Praxis war das freilich schon immer so: Laut der Umfrage stellen 77 Prozent der Apotheken ihren Kunden aktiv einen Botendienst zur Verfügung. Davon gaben 42 Prozent gaben an, den Lieferservice noch ausbauen zu wollen. 22 Prozent ermöglichen den Botendienst auf Nachfrage.

Zwar ermöglichen die Änderungen der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) einen Ausbau des Service, auf der anderen Seite steht die Frage, wie die Apotheken das finanzieren sollen. Denn 89 Prozent der Apotheker sind überzeugt, dass nur wenige Kunden dazu bereit wären, für den Botendienst zu bezahlen. 80 Prozent können sich vorstellen, den Service ausbauen, wenn dies eine kostenpflichtige Serviceleistung ist. Da die Rabattverträge ihren Teil dazu beitragen, dass keine Apotheke jedes Rabattarzneimittel vorrätig hat, könnten sich die Kassen durchaus die Kosten für den Botendienst übernehmen, findet eine klare Mehrheit von 87 Prozent der Inhaber.

Schon vor der gesetzlichen Klarstellung war der Botendienst professionalisiert: In 77 Prozent der Apotheken übernimmt in der Regel ein Fahrer ohne pharmazeutische Ausbildung den Botendienst. Dies ist jedoch nur möglich, wenn zuvor eine persönliche oder telefonische Beratung durch die Apotheke erfolgt ist. Andernfalls muss ein pharmazeutisch geschulter Mitarbeiter die Medikamente ausliefern, um eine qualifizierte Beratung sicherzustellen. Eine PTA oder PKA übernimmt in 31 beziehungsweise 28 Prozent die Touren. Und 38 Prozent der Inhaber haben an, die Medikamente auch schon mal persönlich auszufahren.

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