Botendienst ab morgen Regelleistung

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Berlin - Jetzt ist es amtlich: Die Apotheker bekommen ab 2020 mehr Geld für den Notdienst und die BtM-Dokumentation, zudem werden die Regeln für den Botendienst gelockert. Die entsprechenden Verordnungen sind jetzt im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden: Die Änderungen der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) treten damit morgen in Kraft und die Erhöhung des Nacht- und Notdiensthonorars um 5 auf 21 Cent je Packung am 1. Januar 2020.

Mit dem Apothekenstärkungsgesetz (VOASG) hatte die Regierung zwei Verordnungen auf den parlamentarischen Weg geschickt: Es ging um den in der ApBetrO geregelten Botendienst und die Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV). Der Bundesrat hatte zum Botendienst Klarstellungen gefordert. Wie angekündigt hat das Bundeskabinett diese Änderungen kurzfristig übernommen.

Der Botendienst der Apotheken vor Ort ist ab morgen auf Kundenwunsch grundsätzlich zulässig. Er darf nur durch weisungsgebundenes Personal der beliefernden Apotheke erfolgen. Eine ausreichende Beratung – gegebenenfalls bei der Auslieferung des Arzneimittels – muss sichergestellt werden. Zur Gewährleistung der Wirksamkeit und Qualität von besonders temperaturempfindlichen Arzneimitteln, die im Versandhandel und im Botendienst ausgeliefert werden, wird eine Pflicht zur Temperaturkontrolle dieser Arzneimittel unter bestimmten Voraussetzungen eingeführt.

Der Zuschlag zur Förderung der Sicherstellung des Notdienstes der Apotheken wird erhöht. Bei der Abgabe eines Fertigarzneimittels wurde bislang ein Zuschlag von 16 Cent zur Förderung der Sicherstellung des Notdienstes erhoben. Dieser erhöht sich künftig auf 21 Cent je Arzneimittel. Der Zuschlag fließt in einen Fonds, aus dem für jeden über Nacht vollständig erbrachten Notdienst ein pauschaler Zuschuss gezahlt wird. Diese Unterstützung kommt laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) vornehmlich den Apotheken in strukturschwachen Regionen zugute, die häufig Notdienste leisten. Die Pauschale dürfte auf circa 350 Euro pro Volldienst steigen.

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