Inhaber investieren in Botendienst und Plattform

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Berlin - Das E-Rezept kommt 2020 und mit seiner Einführung befürchten viele Apotheker eine Stärkung des Versandhandels. Doch kampflos geben sich die Inhaber nicht geschlagen: Sie wollen im kommenden Jahr weiter in die Digitalisierung investieren sowie den Botendienst ausbauen.

Zwar glauben die meisten laut einer aposcope-Umfrage nicht, dass das E-Rezept schon im kommenden Jahr flächendeckend eingeführt sein wird, dennoch erwarten die Apotheker massive Bewegungen auf dem Markt: 78 stimmen der Aussage zu, dass das E-Rezept den Versandhandel massiv stärken wird. Unter den Inhabern sind sogar 87 Prozent dieser Ansicht.

Während früher oft die Einrichtung, die Anschaffung eines Kommissionierers oder das Personal Schwerpunkt bei den Investitionen waren, haben die Inhaber für 2020 einen klaren Fokus: 78 Prozent gaben an, beim Thema Digitalisierung mehr auszugeben. Weitere 43 Prozent im Bereich Warenwirtschaft. Zum Vergleich: In Automatisierung (13 Prozent) und Einrichtung/Mobiliar (15 Prozent) wollen weniger Inhaber investieren, immerhin 35 Prozent in Personal.

Dagegen gibt es einen klaren neuen Trend: Den Standortvorteil gegenüber den Versendern auszuspielen, ist aus Sicht vieler Apotheker die einzige Chance, um auch mit Einführung des E-Rezepts konkurrenzfähig zu bleiben. Mehr als Hälfte (52 Prozent) der Inhaber plant daher, im kommenden Jahr den eigenen Botendienst zu stärken. Der Gesetzgeber hat die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen und den Botendienst von der Ausnahme zur Regelleistung erklärt. Ob sich jede Apotheke eine Ausweitung dieses Service überhaupt leisten kann, steht auf einem anderen Blatt. Zu den wirtschaftlichen Aussichten wurden die aposcope-Panleisten ebenfalls befragt.

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