Apomap: Botendienst als Familien-Start-up

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Berlin - Anwendungen, die den Botendienst vereinfachen sollen, gibt es schon. Die beiden Brüder Philipp und Moritz Schäfer wollen daraus aber ein digitales Rundumpaket machen, das nicht nur die bereits von Anbietern wie CGM bekannte intelligente Routenplanung umfasst, sondern auch Telepharmazie und eine Echtzeit-Anbindung ans Kassensystem. Bis dahin müssen sie aber erst noch Warenwirtschaftsanbieter überzeugen.

Weder der eine noch der andere Schäfer ist Apotheker – dafür ihr Vater. Jürgen Schäfer betreibt die Franziskus-Apotheke in Winterberg und war nach eigenen Angaben der Ideengeber für das Produkt seiner Söhne. Das sei aus einem „Innovationstag“ entstanden, bei dem die beiden den väterlichen Betrieb nach Optimierungspotenzial abgeklopft haben. Denn Philipp und Moritz Schäfer betreiben, ebenfalls in Winterberg, die Projektentwicklungsagentur Dive Inn und wollen mit ihr nun auf dem Apothekenmarkt reüssieren.

Projektleiter für Apomap ist der vierte Schäfer-Mann im Bunde. Felix Schäfer hat diesen Herbst das Ruder übernommen und testet das Produkt derzeit mit fünf verschiedenen Apotheken, unter anderem in Darmstadt und Siegen. „Wir sind gerade in der ganz heißen Betaphase“, erklärt er. Die Zahl der Test-Apotheken könne sich deshalb auch noch erhöhen, man sei weiterhin auf der Suche nach zusätzlichen Teilnehmern. Die will Apomap mit einem umfassenden Angebot locken: Neben intelligenter Routenplanung in Echtzeit – also inklusive des Umfahrens von Staus und anderen Hindernissen – sollen vor allem die Anbindung an die Warenwirtschaft und das Angebot von telemedizinischer Beratung durch den Botendienst Erleichterungen im Apothekenalltag bringen. So soll die Apomap-Anwendung die Daten für die Zustellung inklusive Name und Anschrift des Patienten selbstständig aus den Warenwirtschaftssystemen ziehen. „Der Apotheker muss dann nichts mehr verändern“, so Schäfer.

Derzeit befinde sich Apomap in Verhandlungen mit mehreren Warenwirtschaftssystemanbietern, die ihre Schnittstellen für Apomap öffnen sollen. Die Frage sei aber nicht, ob das passiert, sondern wie. „Wir sind auf einem guten Weg, dass wir im Januar mit Schnittstellen zu allen gängigen Warenwirtschaftssystemen an den Markt gehen können“, so Schäfer. Eigentlich wäre es umgekehrt aber noch nützlicher: wenn das Botendienstsystem Buchungen automatisch in die Warenwirtschaft überträgt. Das gestaltet sich jedoch ungemein schwer, weil die Anbieter die Einspeisung von außen bisher kategorisch ablehnen.

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