EU-Versandapotheke

Habicht: Bestellschein für Europa Apotheek Alexander Müller, 13.04.2018 14:25 Uhr

Berlin - Die EU-Versandapotheke hat ihren Betrieb eingestellt. Doch im Namen der ehemaligen Inhaberin Dr. Bettina Habicht – mittlerweile als Filialleiterin in einer Apotheke in Cottbus angestellt – werden noch massenhaft Briefe an Ex-Kunden verschickt. Diese werden gezielt an eine andere Versandapotheke verwiesen. Nach der Werbung für die Shop-Apotheke tauchen jetzt Bestellscheine für die Europa Apotheek auf, die zur Shop-Apotheke gehört.

Die Shop-Apotheke war von Habicht schon als neuer „Gesundheitspartner“ und „kompetente Alternative“ empfohlen worden – inklusive Extra-Rabatt. Es besteht der Verdacht, dass der börsennotierte Versender aus Venlo für diese freundliche Empfehlung gezahlt hat, belegt ist dies aber nicht.

Jetzt sind wortlautgleiche Empfehlungsschreiben für die Europa Apotheek aufgetaucht. Den Kundenbriefen beigelegt ist diesmal gleich ein Bestellschein samt Freiumschlag. Die Europa Apotheek erhält so die Möglichkeit, mit wenig Aufwand neue Kunden einzusammeln. Eine Bestellanleitung und die aktuellen „Top-Angebote“ sind ebenfalls Teil des Lockangebots. Bei Kunden sorgt die Aktion schon wegen der Ähnlichkeit der Namen für Verwirrung: So wurde vermutet, Habicht habe eine neue Versandapotheke in den Niederlanden gegründet.

Die EU-Versandapotheke selbst ist schon seit dem Abend des 22. Februar online nicht mehr zu erreichen. Mittlerweile ist auch die Offizin am Telering geschlossen. Jetzt teilt Habicht den – teilweise geprellten – Ex-Kunden mit, dass der Betrieb eingestellt wurde. Angeblich haben zuletzt tausende Kunden vergeblich auf ihre bereits bezahlten Arzneimittel gewartet.

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