EU-Versandapotheke

„Hast du das Geld?“ „Ich habe nichts.“

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Berlin -

Ein schwelender Millionenstreit vor Gericht und offenbar kaum noch Geld in der Kasse: Die EU-Versandapotheke schlingert weiter durch den Markt. Die Aufsichtsbehörde beweist offenbar noch Geduld, doch die Zustände in Cottbus hören sich nach Berichten von Insidern dramatisch an. Der Prozess gegen den Großhändler Phoenix geht in die Verlängerung.

Schon seit einigen Monaten bekommt die finanziell angeschlagene Versandapotheke Ware vom Großhandel nur noch gegen Vorkasse. Auf der anderen Seite können die Kunden nicht mehr per Rechnung bezahlen. Vermutlich sind es die Liquiditätsengpässe, die bei der Auslieferung massive Verzögerungen zur Folge haben.

Ende Januar wurden die Kunden regelmäßig noch um zehn Tage vertröstet. Mittlerweile schafft die EU-Versandapotheke offenbar nicht einmal diese für Arzneimittel eigentlich nicht hinnehmbare Frist. Bis zu drei Wochen, mindestens jedoch jene zehn Tage sollen die Kunden heute angeblich auf ihre Medikamente warten. Insider bezeichnen das Vorgehen als „systematisch“ und haben auch die Aufsichtsbehörde darüber informiert.

Zwar war die zuständige Pharmazierätin schon zu Gesprächen bei der Apotheke am Telering in Cottbus, doch bislang werden die Vorgaben der Aufsichtsbehörde anscheinend ignoriert. Gegenüber APOTHEKE ADHOC konnte beim Landesgesundheitsamt bislang niemand Angaben zu der Sache machen. Ignorieren wird die Behörde die eingehenden Hinweise kaum.

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