Fluzone: „Luxusimpfstoff“ richtig abrechnen

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Berlin -

Zu den vom Bund beschafften zusätzlichen Grippeimpfstoffen gehört auch „Fluzone High Dose Quadrivalent“. Die hochdosierte Vakzine ist speziell für ältere Menschen zugelassen und kommt aus den USA. Was müssen Apothekenmitarbeiter beachten?

Apotheken flattern derzeit Bestellformulare des Großhandels ins Haus. Angeboten wird Fluzone als Packung mit zehn Fertigspritzen ohne Kanüle zum Einkaufspreis 330 Euro. Der Verkaufspreis auf Sprechstundenrezept liegt entsprechend bei mehr als 400 Euro. Zahlt das die Krankenkasse das?

Zum Vergleich: Flucelvax, Influsplit Tetra und Vaxigrip Tetra haben einen Listenpreis von knapp 130 Euro für die 10er-Packung. Afluria und Influvac Tetra liegen bei 110 Euro.

Dennoch droht Ärzten und Apotheken kein Ärger, wenn sie nun den teuren Impfstoff abrechnen. Denn das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat die Erstattung mit einer eigenen Rechtsverordnung geregelt. Dort heißt es: „Versicherte, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, haben im Rahmen der Verfügbarkeit Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen Influenza mit einem inaktivierten, quadrivalenten Influenza-Hochdosis-Impfstoff mit aktueller von der Weltgesundheitsorganisation empfohlener Antigenkombination. Ein Anspruch auf einen Influenza-Impfstoff nach § 20i Absatz 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch bleibt unberührt.“

Die Verordnung zur Kostenübernahme der GKV für Hochdosierten Influenza-Impfstoff ist nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger am heutigen Dienstag in Kraft getreten und tritt am 31. März kommenden Jahres wieder außer Kraft.

Fluzone ist enthält die vierfache Antigenmenge im Vergleich zu den herkömmlichen Grippeimpfstoffen und ist speziell für Personen ab 65 Jahren zugelassen. Apotheker und Ärzte fragen sich bereits, ob sie nach Abverkauf der anderen Impfstoffe auf Fluzone ausweichen können. Dies ist allerdings von der Zulassung nicht gedeckt.

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