Influenza: Volle Wartezimmer, niedrige Fallzahlen

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Berlin - In den kommenden Wochen tritt die Grippe immer mehr auf den Plan – eigentlich. Denn die Corona-Schutzmaßnahmen halten auch andere Viren in Schach. Noch scheinen die meisten Regionen Deutschlands nahezu frei von Influenza zu sein: Bislang gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) niedrige Fallzahlen an. Allerdings gehen deutlich mehr Menschen mit Erkältungsymptomen zum Arzt.

Als klassische Grippesaison gilt der Zeitraum zwischen der 40. Kalenderwoche (Anfang Oktober) und der 20. Kalenderwoche (Mitte Mai). Während dieser Zeit liefert das RKI wöchentliche Berichte zur epidemiologischen Lage. Von einer Grippewelle spricht das RKI dann, wenn in jeder fünften Patientenprobe tatsächlich Influenzaviren nachgewiesen werden – die so genannte Positivenrate also bei etwa 20 Prozent liegt. Der erste Monat der Grippesaison verlief relativ ruhig – die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE-Raten) ist relativ niedrig. Dies ist meist der typische Verlauf für den Oktober.

Vergleich 2019/2020

Bisher spricht das RKI von relativ stabilen ARE-Raten in der Bevölkerung – diese unterscheiden sich jeweils kaum zur Vorwoche. Von 41 eingesandten Sentinelproben wurden in KW 45 in 21 Proben (51 Prozent) respiratorische Viren identifiziert. 19 Proben (46 Prozent) enthielten Rhinoviren, zwei Proben (5 Prozent) enthielten Sars-CoV-2. Influenzaviren wurden nicht nachgewiesen. In der Vorwoche wurden bislang 14 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt. Die Arztbesuche aufgrund von Atemwegserkrankungen sind allerdings im Vergleich zur Vorwoche gestiegen.

Vor einem Jahr wurden in der 45. KW noch 89 Sentinelproben untersucht. In 53 Proben (60 Prozent) konnten respiratorische Viren identifiziert werden. Zwei dieser Proben enthielten Influenza A(H3N2)-Viren. Am häufigsten wurden auch vor einem Jahr Rhinoviren nachgewiesen: 94 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle wurden in KW 45 des Jahres 2019 nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) an das RKI übermittelt.

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