Fälschungen vermeiden: So wird geprüft

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Berlin - Ab Montag sollen Apotheken digitale Impfzertifikate ausstellen. Die Abda weist in ihren Leitlinien auf wichtige Eckpunkte bei der Prüfung von Impfpass oder Impfzentrumszettel hin. Abweichungen oder ungeklärte Angaben sollen generell in Frage gestellt werden. Können diese den Apothekenmitarbeiter:innen nicht plausibel erklärt werden, so darf kein QR-Code ausgestellt werden.

Vor der Ausstellung des QR-Codes sollten die Apothekenmitarbeiter:innen auf die Notwendigkeit der Dateneingabe eingehen. „Der Kunde sollte darüber aufgeklärt werden, warum diese Daten erforderlich sind. Desweiteren sollte er darüber informiert werden, dass mit Blick auf die Ausstellung des digitalen Covid-19-Impfzertifikats in der Apotheke keine personenbezogenen Daten gespeichert werden dürfen,“ heißt es seitens der Abda.

Kein amtliches Dokument

„Bei der Prüfung der Dokumente ist jedoch zu bedenken, dass der gelbe Impfausweis kein amtliches Dokument und daher in der Praxis auch vielfach nicht entsprechend ‚gepflegt‘ ist“, gibt die Abda zu bedenken. „Falsche (etwa frühere) Adressen, Namensänderungen (nach Heirat, etc.) sind daher nicht geeignet, grundsätzlich von gefälschten Impfausweisen bzw. -bescheinigungen auszugehen, sofern die Abweichungen plausibel erklärt werden können.“ Nur wer plausibel erklärt erhält auch ein Impfzertifikat.

Welche Angaben müssen im Pass hinterlegt sein?

  • Datum der Schutzimpfung
  • Bezeichnung und Chargenbezeichnung des Impfstoffes
  • Name der Krankheit, gegen die geimpft wurde
  • Name und Geburtsdatum der geimpften Person
  • Name und Anschrift des Arztes

Gemäß § 1 Absatz 2 Satz 3 CoronaImpfV können statt des Namens und Anschrift des Arztes auch folgende Angaben zum jeweiligen Leistungserbringer gemacht werden:

  • Impfzentren
  • Mobile Impfteams
  • Arztpraxen
  • Betriebsarzt

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