Zinsen für nie geliehenes Geld

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Berlin - Sein Konto zu überziehen, ist trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase teuer. Für Dispokredite zahlen auch Apotheker bei ihrem Girokonto kräftig. Doch mittlerweile müssen fast alle auch für ihren Kreditrahmen bezahlen, selbst wenn sie ihn gar nicht in Anspruch nehmen. Die Banken fordern für nicht abgerufene Dispokredite sogenannte Bereitstellungszinsen. Löbliche Ausnahme ist bislang die Apobank.

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) macht sich in den Apotheken immer stärker bemerkbar. Zwar sind Kredite günstig zu haben, dafür bringen Rücklagen nichts mehr ein. Die Versorgungswerke der Apotheker stöhnen unter den schlechten Anlagebedingungen. Bei kurzfristigen Geldanlagen kassieren einige Banken sogar Negativzinsen. Und die meisten Geldhäuser halten mittlerweile sogar die Hand dafür auf, dass sie Kredite bereithalten.

Aktuell führt die Oldenburgischen Landesbank (OLB) eine solche Gebühr ein: „Bei gewerblichen Kunden führen wir ab dem 01.02.2017 eine Bereitstellungsprovision in Höhe von 0,50 Prozent p.a. für nicht in Anspruch genommene Betriebsmittelkreditlinien ein“, bestätigt eine Sprecherin des Bankhauses.

Zur Begründung heißt es aus Oldenburg: „Mit dieser Entscheidung reagieren wir – wie auch andere Mitbewerber – auf Kostensteigerungen durch erhöhte regulatorische Anforderungen an Kreditinstitute, insbesondere in Bezug auf die Eigenkapitalanforderungen und die Liquiditätsvorhaltung.“

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