Apotheker müssen für Geld zahlen

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Berlin -

Apotheken zählen zu den bargeldintensiven Branchen, entsprechend hoch ist der Bedarf an Münzgeld. Regelmäßig müssen von der Bank neue Rollen mit Münzen geholt und die Kassen aufgefüllt werden. Doch immer mehr Geldhäuser kassieren dafür eine Gebühr, zum Jahreswechsel haben sich vielerorts wieder Banken diesem Trend angeschlossen.

Als die Sparkasse Köln-Bonn vor etwa zwei Jahren eine Gebühr für die Münzgeldversorgung ankündigte, wechselte ein Kölner Apotheker die Bank. Doch zum Jahreswechsel kündigte auch die Kölner Bank (Volksbank) eine Gebühr von 20 Cent pro Rolle an. Als der Apotheker wieder mit Wechsel drohte, reagierte der Filialleiter gelassen: Der Apotheker werde nämlich kaum eine Bank ohne Gebühr finden.

Tatsächlich sind 20 Cent pro Rolle ein relativ typischer Betrag, den die Banken verlangen. Weil das Entgelt aber nicht geregelt ist, ist die Spannbreite recht hoch. Nichtkunden der Bank zahlen teilweise sogar bis zu einem Euro pro Rolle – bei 1-Cent-Münzen entspricht das dem doppelten Wert des Inhalts.

Beim Handelsverband Deutschland (HDE) hört man das Problem derzeit verstärkt von Einzelhändlern. „Wir sind natürlich nicht glücklich damit, haben aber bislang noch keine Handhabe gefunden“, sagt ein Sprecher. Denn auch beim HDE ist man sich bewusst, dass die Banken aufgrund verschiedener Gesetzesänderungen selbst neue Kosten haben, die sie an Kunden und Händler weitergeben.

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