Irreführende Werbung

Girokonto der Apobank ist gar nicht kostenlos APOTHEKE ADHOC, 19.12.2018 14:43 Uhr

Berlin - Die Deutsche Apotheker und Ärztebank (Apobank) darf ihr apoGirokonto nicht mehr als kostenlos bewerben. Das hat das Landgericht Düsseldorf entschieden und damit einer Klage der Wettbewerbszentrale recht gegeben. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

Die Apobank hatte gegenüber angestellten Ärzten, die zugleich Mitglied des Marburger Bundes sind, für den Abschluss eines Girokontovertrages unter der Überschrift: „Das kostenlose“ geworben. In der Werbung wurden dann die mit dem Konto verbundenen Leistungen als kostenlos geschildert – unter anderem die Möglichkeit, an 18.300 Geldautomaten mit der Apobank-Card Geld abzuheben. Tatsächlich verlangt die Bank für die Ausstellung dieser Karte jedoch 9,50 Euro pro Kalenderjahr.

Die Wettbewerbszentrale hatte die Werbung als irreführend beanstandet. Begründung: Der Kunde könne wesentliche, von ihm erwartete Leistungen im Zusammenhang mit dem Konto nur nutzen, wenn er die Bankkarte erhält. Auch wenn der Betrag von 9,50 Euro recht überschaubar sei, sei das Konto nach gerade nicht „kostenlos“.

Gegenüber der Wettbewerbszentrale hatte die Apobank argumentiert, dass in der Werbung gerade keine Aussage über die Kosten für die Debitkarte der Bank getroffen werde und die Kontoführung selbst kostenlos sei. Doch davon ließ man sich in Bad Homburg nicht überzeugen. Die Wettbewerbszentrale reichte beim Landgericht Düsseldorf Klage ein.

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