Samwer: Privatkredite für Apotheker

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Berlin - Um die Liquidität seines eigenen Großhandelsgeschäfts zu erhöhen, benötigte Apotheker Heinz-Dieter Braun aus Kulmbach vor einem halben Jahr 20.000 Euro. Da seine Hausbank ihm kein attraktives Angebot unterbreitete, versuchte er etwas Neues: Er lieh sich das Geld über die Plattform Lendico. Das Unternehmen aus dem Umfeld der Samwer-Brüder bringt Menschen zusammen, die entweder gerade Geld benötigen oder anlegen wollen. Die Zinsen für Anleger sind vergleichsweise hoch – allerdings immer mit dem Risiko eines Totalausfalls.

Die Idee hinter Lendico lautet: „Geld braucht keine Bank.“ Kreditnehmer und Anleger sollen sich auf dem „digitalen Kreditmarktplatz“ treffen und so den Umweg über Bankschalter und Bankberater sparen. Sowohl die Beantragung eines Kredits als auch das Investieren in private Kreditprojekte werden über die Website abgewickelt. Lendico ist jedoch keine Bank und besitzt auch keine Banklizenz. Zur rechtlichen Legitimation arbeitet das Unternehmen mit der Wirecard Bank mit Hauptsitz in München zusammen.

Kredite an Verbraucher werden zwischen 1000 und 25.000 Euro vergeben, die Laufzeit liegt zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. Selbstständige und Unternehmer erhalten Kredite von bis zu 50.000 Euro. Die Kreditkonditionen ab 3,17 Prozent effektiver Jahreszins gelten für alle Kreditnehmer, Sondergebühren gibt es nicht.

Dafür kassiert Lendico 1 Prozent von jeder Rückzahlung auf das Konto des Anlegers. Der Kreditnehmer zahlt zusätzlich einmalig 0,25 bis 4,5 Prozent des Gesamtkreditbetrags. Die genaue Höhe der Gebühr hängt von der Laufzeit des Kredits und dem Bonitätsprofil ab. Der Betrag wird von dem Kredit abgezogen, bevor dieser auf das Konto des Kreditnehmers überwiesen wird.

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