Spahns nächster Coup: Impfung bei Aldi

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Berlin - Dinge, die Jens Spahn fehlen: ein Parteivorsitz, Corona-Impfstoff, ein Plan für den Einsatz von Schnelltests. Dinge, von denen Jens Spahn wirklich genug hat: Nachfragen zu seinen Immobiliengeschäften, Kritik an „seiner“ Impfstoffpolitik, überhöhte Einkaufspreise, an denen Parteifreunde beteiligt sind. Diese Probleme werden jetzt angegangen.

Schritt 1: Testen, testen, testen und nur nicht an die Apotheker denken. Jetzt sind die Discounter dran: Laientests in rauen Mengen bei Aldi, Lidl & Co – so will Spahn aus der Defensive. Ja ja ja, jetzt wird wieder in das Röhrchen gespuckt (sorry an die Älteren für den Ohrwurm), das technisierte Nasebohren jetzt ausdrücklich erwünscht. Wer noch Fragen zur Durchführung hat, kann sich entweder in der Apotheke wegschicken lassen oder dieses Video anschauen.

Schritt 2: Beim Discounter gibt es FFP2-Masken für 88 Cent. Also macht Spahn einen Deal: Er erlaubt den Märkten, die Coupons anzunehmen und abzurechnen, wenn sie zwölf statt sechs Masken herausgeben. Und wenn er den Erstattungspreis dann nochmal ein bisschen drückt, steigen analog seine Beliebtheitswerte.

Schritt 3: Wer Tests verkaufen kann, kann auch testen: Das Personal in den Märkten wird kurz geschult und die Pfandautomaten werden umfunktioniert – fertig ist die Teststelle. Wer positiv getestet wird, darf sich in der Obst- und Gemüseabteilung noch einen Apfel auf Staatskosten nehmen und gleich im Markt den PCR-Test zur Kontrolle absolvieren. Dieser darf ausschließlich vom Marktleiter oder der Marktleiterin durchgeführt werden. „Wir wollen Vertrauen schaffen. Die Menschen müssen sich sicher sein, und das können sie auch, dass hierbei ausschließlich qualifiziertes Fachpersonal zum Einsatz kommt“, so Spahn.

Schritt 4: TK. Jeder Discounter hat sie – die Kühlabteilung. Wie gemacht für den Corona-Impfstoff. Also heißt es: Pizza, Rahm-Spinat und Vanilleeis raus, einmal am Thermostat gedreht und Comirnaty rein. Und wenn die Discounter mit den Herstellern nachverhandeln, springt mehr als eine Extradosis pro Vial heraus. Und wenn erst der Eigenmarken-Impfstoff in der Truhe liegt... Doch dann wacht Spahn auf.

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