Corona-Tests: Apothekenpflicht war Spahn zu teuer

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Bundesgesundheitsminister Spahn und RKI-Präsident Wieler zur aktuellen Corona-Lage

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Öffentlichkeit erneut darauf eingestimmt, dass es im Zusammenhang mit kostenlosen Corona-Tests anfangs zu einem Ansturm auf Apotheken und Testzentren kommen wird. Bei Laientests soll auch der Verkauf über den Mass Market eine breite Zugänglichkeit gewährleisten. Der Vertrieb alleine über die Apotheken wäre Spahn zu teuer gewesen.

Zum Video (ab Minute 57:40)

Auf Nachfrage, warum keine Apothekenpflicht vorgesehen sein, um die Beratung zur korrekten Anwendung zu gewährleisten, verwies Spahn auf die Packungsbeilage: Bei den Laientests sei nicht nur die Qualität von Bedeutung, sondern auch, dass diese durch nicht geschulte Laien durchzuführen seien. Dies werde bei der Zulassung geprüft, sodass aus seiner Sicht offenbar keine besondere Beratung notwendig ist. Tests könnten auch im Einzelhandel und bei Discountern erhältlich sein. Beim Vertrieb gehe es um eine breite Verfügbarkeit, sagte Spahn. „Und im Zweifel sind sie auch günstiger, wenn sie tatsächlich in allen Bereichen des Handels angeboten werden.“

Er wisse von Discountern und Drogeriemärkten, die sich mit der Frage beschäftigten, wie sie die Tests in ihr Sortiment aufnehmen, so Spahn. „Wir wollen die Tests möglichst breit verfügbar und idelaerweise auch möglichst günstig anbieten.“ Weitere Details sollen in einer Testverordnung geregelt werden, die aber erst noch im Kabinett abgestimmt werden muss. Dabei geht unter anderem um die Frage, ob der Bund einen Teil der Kosten übernimmt: „Ich kann über das Preisniveau noch nichts sagen. Es macht aber einen Unterschied bei der Frage, ob wir uns als Bund finanziell beteiligen, ob die Tests 2 Euro kosten oder 10 Euro.“

Mit Engpässen rechnet er auf Dauer nicht, da die Hersteller ihre Produktion skalieren könnten. Hier rede man von zweistelligen Millionenzahlen pro Monat. Nur wenn jeder jeden Tag einen Test durchführen lassen wolle, könne es Engpässe geben. Derzeit sehe man an keiner Stelle einen Mangel.

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