Corona-Kabinett

Schlappe für Spahn: Keine Schnelltests ab 1. März

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Berlin -

Laut einem Bericht von Bild ist der Starttermin für Massen-Schnelltests geplatzt. Ursprünglich sollten sich alle Deutschen ab 1. März in Apotheken, Arztpraxen und Testzentren kostenlos testen lassen dürfen. Doch im Corona-Kabinett soll der Termin abgesagt worden sein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) sollen Spahn in der Sitzung viele Fragen zu Kapazitäten und Genehmigungen gestellt haben. Weil Spahn die Antworten teilweise schuldig blieb, soll daraufhin der Termin gekippt worden sein. Spahn reagierte laut Bericht schmallippig zur Kritik: „Ich muss es dann nur wissen...“

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hatte Spahn die entsprechend geänderte Testverordnung schon fertig. Bild zitiert ein Mitglied des Corona-Kabinetts: „Jens Spahn wirkte sichtlich verärgert. Nachdem beim Impfen so viel schiefgelaufen ist, wollte er mit dem Datum 1. März unbedingt glänzen.“ Vor allem SPD-geführte Länder reagierten laut Bericht verärgert, dass der Termin nicht gehalten werden könne, zumal das Bundesgesundheitsministerium ihn selbst genannt hatte.

Am Morgen sei Spahn noch optimistisch gewesen. Wie Spiegel berichtet, hatte er im CDU-Präsidium noch gesagt, er habe mehrere Angebote von Discountern auf dem Tisch liegen. Unklar blieb zunächst, ob er damit die Schnell- oder Laientests gemeint hatte.

Nun soll eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern über eine neue Teststrategie beraten. Entschieden werden soll bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz mit der Kanzlerin am 3. März. Weil Öffnungen davon abhängen, verzögert sich der Start der Schnelltests.

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