PTA testet im Kindergarten

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PTA Lumturije Bajramaj-Hasanaj testet seit heute auch Erzieher in Kindergärten.

Berlin - Mit den Corona-Schnelltests hat sich der Arbeitstag von PTA Lumturije Bajramaj-Hasanaj gravierend verändert. Seit einigen Wochen untersucht sie Kund*innen auf Covid-19 – und das nahezu ununterbrochen. Seit heute testet sie auch Erzieher*innen in einem Kindergarten. Sie fühlt sich gut geschützt und sieht der geforderten Impfpriorisierung für Apothekenpersonal gelassen entgegen.

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Bajramaj-Hasanaj ist als PTA seit 2009 in der Harfensteller Apotheke in Heilbronn tätig. Wie bei vielen Kolleg*innen hat sich auch bei ihr der Alltag in der Offizin in den vergangenen Monaten drastisch geändert. „Im vergangenen Jahr habe ich mir sagen müssen, dass ich offen für Neues sein muss, egal was kommt.“ Den neuen Vorsatz setzt sie konsequent um. Im Wechsel mit zwei Kolleg*innen untersucht sie regelmäßig Kunden auf Covid-19. „Werktags führe ich zwischen 14 und 18 Uhr und am Samstag zwischen 10 und 14 Schnelltests durch“, sagt sie.

Die neue Aufgabe erfreut Bajramaj-Hasanaj – gerade nach dem eingeschränkten Kundenkontakt im vergangenen Jahr sei es schön, wieder näher an den Menschen zu sein. „Seit einem Jahr sind wir mit Plexiglasscheiben und Masken vom Kunden getrennt.“ Da brächten die Tests Abwechslung. Angst vor einer Ansteckung hat Bajramaj-Hasanaj nicht. „Ich fühle mich mit der Schutzkleidung und der Maske gut geschützt“, sagt sie. Die Kund*innen honorieren das Engagement: Vor kurzem habe einer einen Zeitungsartikel vorbeigebracht, in dem die PTA als „Heldin des Alltags“ gefeiert wurde. „Da ist man schon stolz.“

Die Forderung nach einer Impfpriorisierung für Apothekenpersonal teilt sie nicht: „Erstmal sollen die Risikogruppen geimpft werden. Ich bin gesund und habe hier in der Apotheke ausreichend Schutz.“ Außerdem achte sie auch privat auf die Abstands- und Hygieneregeln. „Mir ist das wichtig, weil ich auch niemanden selbst anstecken will.“

Seit heute testet die PTA auch mobil: Um 7.45 Uhr morgens besuchte sie einen Kindergarten. Dort warteten 47 Erzieher*innen auf die Apothekenangestellte, um sich untersuchen zu lassen. Das Ergebnis freut Bajramaj-Hasanaj, deren Sohn ebenfalls in dem Familienzentrum betreut wird: Alle Erzieher*innen seien negativ gewesen.

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