Saarland: Impf-Prio für Test-Apotheker

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Berlin - Nach Baden-Württemberg hat nun auch das Saarland angekündigt, dass Apothekenpersonal, das Sars-CoV-2-Antigentests durchführt, bei den Corona-Impfungen in die Priorisierungsgruppe 2 aufgenommen wird. Testende Apotheken erhalten nun Priorisierungscodes, mit denen sie ihre Mitarbeiter zur Impfung anmelden können – doch Inhaber:innen müssen schriftlich versichern, dass der oder die Mitarbeiter:in auch wirklich testet.

Knapp ein Viertel der saarländischen Apotheken könnten in den nächsten Wochen schon in den Genuss einer Corona-Impfung kommen: 70 der 285 hat die Kammer nämlich auf ihrer Liste der testenden Betriebe und verschickt an die nun Priosierungscodes samt einer Bescheinigung zur Impfberechtigung heraus. Damit können Apotheken über die normalen Wege Impftermine vereinbaren. Allerdings: Die Berechtigung zur Impfung gilt nur für Personal, das wirklich testet. Das heißt aber auch, dass es nicht nur von Apotheken betriebene Testzentren abdeckt, sondern vor allem diejenigen Mitarbeiter:innen, die an Schulen und Kitas vor Ort testen.

Wer lediglich in der Apotheke steht, bleibt in Priorisierungsgruppe 3. Inhaber:innen müssen deshalb eine schriftliche Versicherung abgeben, dass die jeweilige Person aktiv testet. „Der Arbeitgeber haftet für die Bescheinigung. Wer meint, bei den Terminen Missbrauch begehen zu müssen, kann dafür berufsrechtlich belangt werden“, sagt Kammergeschäftsführer Carsten Wohlfeil.

Dass die Regelung so streng gehandhabt wird, liegt laut Wohlfeil schlicht an der Absicht des Verordnungsgebers, sich bei der Vergabe der Priorisierungen neben Risikogruppen vor allem an der Exposition zu orientieren. „In Priogruppe 2 stehen die Gruppen, die sich erfahrungsgemäß besonders oft infizieren. Entscheidend sind dabei die Erfahrungswerte“, so Wohlfeil. Apotheken waren dabei bekanntermaßen besonders vorbildlich, in ihnen lag die Zahl der Infektionen bisher besonders niedrig. „So gesehen sind wir Opfer des eigenen Erfolges geworden“, sagt Wohlfeil. „Das heißt aber im Umkehrschluss, dass es für eine pauschal höhere Priorisierung mehr Infektionen hätte geben müssen und das kann natürlich niemand wollen. Deshalb sind wir natürlich sehr zufrieden mit der jetzigen Lösung.“

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