Corona-Impfung: Apothekenpersonal ohne Priorität

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Berlin - Apothekenmitarbeiter:innen in Bayern können sich online für eine Impfung registrieren. Dafür wird die Tätigkeit abgefragt. Wer dabei allerdings nur angibt, in der Apotheke zu arbeiten, landet in der Impfreihenfolge in der letzten Gruppe 4 – „ohne Priorität“. Diese Information wurde vor einigen Wochen gar nicht angezeigt. Die Landesapothekerkammer gibt Tipps, wie Pharmazeuten und PTA hochgestuft werden.

Die Bundesländer sind für die Organisation der Impfungen zuständig. Die Reihenfolge, in der geimpft wird, ist in der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) geregelt. Eine Apothekerin aus Bayern meldete sich über das Impfportal der Landesregierung für einen Termin an. Bei dem Punkt „Ich arbeite in Einrichtungen zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens“ setzte die Pharmazeutin bei „Apothekenwesen/Pharmawirtschaft/Medizinproduktberatung/Schwangerschafts(konflikt)beratung“ ein Häkchen.

Als ihr im übernächsten Schritt ihre Priorisierung mitgeteilt wurde, stutzte sie: Statt wie erwartet in Gruppe 3, stand dort „4 normale Priorität“ oder „ohne Priorität“, wie es auf Bundesebene heißt. Das Apothekenwesen sei falsch eingestuft worden, vermutet die Approbierte. In der Verordnung heißt es konkret: „Personen, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, [...].“ Ihre Nachfrage beim Gesundheitsministerium blieb bisher ohne Erfolg. „Dort wurde mir mitgeteilt, dass sich die Bearbeitung auf unbestimmte Zeit verzögern wird.“ Auch Kollegen hätten sich über die Einteilung gewundert, sagt sie.

Auch bei der Landesapothekerkammer fragte sie nach: Dort habe man gesagt, „dass wir zusätzlich das Feld ‚in leitender/führender Position/relevanter Position‘ angeben sollen. Somit rutscht man in Priorität 3. Allerdings ist das vermutlich niemandem bewusst beziehungsweise wir wissen nicht, ob das tatsächlich so vorgesehen ist.“ Die Kammer erklärte, dass dies auch für PTA gelte. Denn in der Verordnung würden Personen „im Apothekenwesen“ und nicht „Apotheker“ erwähnt.

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