Impfpriorisierung: Drogerie vor Apotheke

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Berlin - Nordrhein-Westfalen lädt weitere Personengruppen in die Impfzentren. Vor allem Beschäftigte mit Kundenkontakt stehen im Fokus. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) betont, dass ihm zwei Personengruppen besonders am Herzen lägen: Angestellte im Lebensmitteleinzelhandel und in den Drogeriemärkten. Und die Apotheken?

„Mit sehr großer Verwunderung“ habe man feststellen müssen, dass Apotheker:innen, PTA und PKA in öffentlichen Apotheken immer noch nicht berücksichtigt würden, schreiben Apothekerkammer und -verband in Nordhrein. Sie fordern eine „faire und dringend notwendige Berücksichtigung aller Mitarbeiter:innen in Apotheken bei der Impfkampagne in NRW“. Man werde dies erneut im Gesundheitsministerium vorbringen, heißt es in einem Mitgliederschreiben.

„In einer ersten Stellungnahme haben wir heute sofort gegenüber dem MAGS unsere unmissverständliche Missbilligung ausgedrückt“, teilten Verband und Kammer mit. Sie appellieren an eine Priorisierung für pharmazeutisches Personal: In der Priorisierungsgruppe 3 seien auch die Mitarbeitenden der Apotheken eingeteilt. Man werde die Entscheidung „so nicht akzeptieren“. „Apotheken und ihre Teams leisten in der Pandemie eine nicht zu ersetzende Versorgungsleistung“, heißt es weiter.

Laumann sagte bezogen auf Mitarbeitende im Lebensmitteleinzelhandel und Drogerien: „Sie haben täglich Kundenkontakt und halten unsere Versorgung seit Beginn der Corona-Pandemie aufrecht. Und sie haben keine große Lobby wie andere Berufsgruppen.“ Mit dem Impfangebot müssten sie bei ihrer täglichen Arbeit keine Angst mehr vor einer möglichen Infektion haben.

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