Womit Apotheker:innen und PTA sich impfen lassen

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Berlin - Die Impfbereitschaft in den Apothekenteams ist nach wie vor hoch – und ein nicht unbeträchtlicher Teil der Apotheker:innen und PTA ist sogar schon geimpft. In jeder dritten Apotheke ist die Impfung sogar ein regelrechtes Team-Event, wie eine Umfrage von aposcope zeigt.

79 Prozent der Apotheker:innen und PTA wollen sich auf jeden Fall selbst impfen lassen, weitere 8 Prozent vermutlich. Die Zustimmung liegt damit seit Jahresbeginn auf vergleichbar hohem Niveau – im vergangenen Jahr war es nur die Hälfte gewesen. Vor allem bei den PTA haben sich die Vorbehalte aufgelöst. Über alle Berufsgruppen hinweg lehnt nur eine Minderheit die Impfung derzeit tendenziell (3 Prozent) oder gar kategorisch (5 Prozent) ab. 6 Prozent sind noch unentschlossen.

In jeder dritten Apotheke (32 Prozent) gibt es demnach einen gemeinsamen Termin für das gesamte Team, in 60 Prozent der Fälle muss sich jeder selbst kümmern. Überraschend: 15 Prozent der Apotheken sind laut Umfrage bereits komplett durchgeimpft. Weitere 34 Prozent der Befragten gaben an, dass der überwiegende Teil im Team bereits durchgeimpft ist, am häufigsten sind es einzelne Mitarbeiter (41 Prozent). In 8 Prozent der Apotheken ist demnach noch niemand geimpft.

Und womit würden sich die Apothekenmitarbeiter:innen impfen lassen? Ganz vorne liegt nach wie vor Biontech/Pfizer: 84 Prozent der Befragen würden den Impfstoff gerne verwenden, nur 5 Prozent lehnen ihn ab. Auch Moderna ist beliebt mit 58 Prozent Zustimmung und 7 Prozent Ablehnung. Selbst der dritte mRNA-Impfstoff stößt auf Akzeptanz: 29 Prozent würden Curevac gerne nehmen, 11 Prozent sind skeptisch. Allerdings trauen sich 35 Prozent keine Einschätzung zu, schließlich ist der Impfstoff noch gar nicht zugelassen.

AstraZeneca wird erwartungsgemäß deutlich kritischer gesehen: Nur 21 Prozent würden den Impfstoff gerne nehmen, 32 Prozent würden ihn notfalls akzeptieren. 36 Prozent lehnen ihn ab: Während jede:r vierte Approbierte (26 Prozent) ihn auf keinen Fall verwenden würden, ist es bei den PTA sogar jede:r Zweite.

Etwas besser sieht es bei Johnson & Johnson aus: 26 Prozent würden den Impfstoff gerne nehmen, 31 Prozent würden ihn ebenfalls akzeptieren, wenn es keine Alternative gibt. Für 20 Prozent kommt er nicht in Frage, nämlich für 15 Prozent der Apotheker:innen und 30 Prozent der PTA. Bei Novavax traut sich die Hälfte der Befragten keine Einschätzung zu, beim Rest sind die Vorbehalte vergleichsweise gering (4 vs. 22 Prozent). Schlusslicht ist der russische Impfstoff Sputnik V, den 42 Prozent auf keinen Fall verwenden würden.

An der aposcope-Umfrage nahmen am 27. April insgesamt 173 verifizierte Apotheker:innen und PTA teil.

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