Testpflicht für Apothekenteams

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Berlin - In Berlin gelten neue Infektionsschutzmaßnahmen, von denen auch Apotheken betroffen sind. Inhaber:innen müssen ihren Teams zweimal wöchentlich die Möglichkeit einräumen, sich kostenlos testen zu lassen. Mitarbeiter:innen mit direktem Kundenkontakt sind sogar verpflichtet, dieses Angebot wahrzunehmen.

Die Zweite SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sieht eine Testpflicht vor. Demnach sind Arbeitgeber:innen verpflichtet, ihren Mitarbeiter:innen, die an ihrem Arbeitsplatz präsent sind, „zweimal pro Woche ein Angebot über eine kostenlose Testung in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mittels eines Point-of-Care (PoC)-Antigen-Tests, einschließlich solchen zur Selbstanwendung unter Aufsicht, zu unterbreiten und diese Testungen zu organisieren“.

Chef oder Chefin müssen auf Wunsch zudem eine Bescheinigung über das Testergebnis auszustellen. Doch auch die Angestellten sind in der Pflicht. Sofern sie direkten Kundenkontakt haben, müssen sie das Testangebot wahrnehmen. Die ihnen ausgestellten Nachweise über die Testungen müssen sie laut Verordnung für vier Wochen aufbewahren. Selbständige mit direktem Kontakt zu Kund:innen oder Gästen sind verpflichtet, mindestens einmal Mal pro Woche eine Testung vornehmen zu lassen.

Allerdings gibt es eine Einschränkung: Die Testpflicht besteht laut Verordnung nur „soweit ausreichend Tests zur Verfügung stehen und deren Beschaffung zumutbar ist“. Was das in der Praxis bedeutet, ist in der Verordnung nicht weiter konkretisiert.

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