Apotheker denkt radikal um

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Berlin - „Nein, das geht noch nicht“, sagt Apotheker Hendrik Rose durch die geschlossenen Zähne. Eben hat wieder ein Kunde nach einem Impfzertifikat gefragt. „Ja, ich weiß, dass das in der Bild-Zeitung stand. Es geht aber noch nicht.“ Der Kunde geht empört. Hendrik Rose sagt der nächsten Kundin, dass er ihr LEIDER NOCH KEIN IMPFZERTIFIKAT ausstellen kann. Aber die will „heute nur die Zeitung“. Rose dreht sich um und verschwindet wortlos im Büro. Er hat eine radikale Idee und will sie sofort umsetzen.

Am nächsten Morgen hat sich eine kleine Menschentraube vor der Apotheke gebildet. Die Kund:innen staunen nicht schlecht, als sie das Schild an der Apotheke lesen. „In dieser Apotheke werden Sie mit Arzneimitteln versorgt und umfangreich dazu beraten.“ Und in etwas kleinerer Schrift darunter: (Masken, Tests, Zertifikate und Traubenzucker gibt es auch.)

Wie denn das zu verstehen sei, will eine Kundin wissen. Es ist die Dame von gestern, sie hatte das Seniorenheft vergessen. „Ganz einfach, sie schildern mir Ihre gesundheitlichen Beschwerden und ich suche ihnen ein Mittel raus, das dagegen hilft. Wie geht es Ihnen denn?“ Die Kundin antwortet ganz perplex, dass sie eigentlich nur ein bisschen Kopfschmerzen hat (vom vielen Rätseln in der Zeitung vermutlich).

Nachdem der Apotheker sie versorgt hat, lehnt er sich noch einmal über den HV-Tisch und raunt in verschwörerischem Ton: „Und jetzt verrate ich Ihnen noch ein Geheimnis: Wenn es Ihnen mal richtig schlecht geht, dann bringen Sie mir von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin diesen kleinen rosa Zettel – dann habe ich noch ganz andere Sachen für Sie.“ Die Kundin lächelt, zwinkert und will hinausgehen. Auf halbem Weg dreht sie um und kommt zurück: „Könnten Sie mir vielleicht auch so ein Impfzertifikat ausstellen?“ „Aber selbstverständlich. Einen kleinen Moment nur“, sagt Hendrik Rose und geht aufs Portal, das zum Glück heute wieder funktioniert.

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