Telemedizin

DrEd: Umzug nach Deutschland? Lothar Klein, 02.05.2018 12:33 Uhr

Berlin - Nächste Woche wollen die Ärzte den Weg für die Telemedizin freimachen und auf dem Ärztetag in ihrer Berufsordnung Fernbehandlungen ohne direkten Patientenkontakt zulassen. Als einer der Pioniere in diesem Markt sieht sich DrEd für den neuen Markt gut gerüstet. Mehr noch: Das Unternehmen denkt darüber nach, seinen Standort von Großbritannien nach Deutschland zu verlagern – nicht nur wegen des Brexits: Die Zulassung von Fernbehandlung mache Deutschland als möglichen Standort attraktiv.

DrEd setzt darauf, dass mit der Öffnung der Fernbehandlung perspektivisch auch die Fernverschreibung fester Bestandteil der ärztlichen Versorgung wird. Der nächste Schritt wäre aus Sicht der Firma die Aufnahme telemedizinischer Leistungen in den Erstattungskatalog. Durch die anstehende Entscheidung des Ärztetages werde die Telemedizin gesamtgesellschaftlich an Bedeutung gewinnen. Telemedizin werde ein Teil des Alltags – genauso, wie das Online-Banking oder die Reisebuchung über das Internet heute nicht mehr wegzudenken seien.

Außerdem muss sich DrEd auf den Brexit vorbereiten. Noch ist nicht klar, wie die Regeln für den Ausstieg Großbritanniens aus der EU im Detail ausfallen. Bei einem „harten“ Brexit jedenfalls wäre eine Verlagerung des Firmensitzes von DrEd aus Großbritannien in ein anderes EU-Land erforderlich. Dann käme als Alternative auch Deutschland infrage. Bis zur Änderung der Vorschriften, die deutschen Apothekern seit Ende 2016 die Bedienung von Rezepten aus reinen Telesprechstunden verbieten, muss DrEd weiterhin mit ausländischen Versandapotheken zusammenarbeiten.

Allein im vergangenen Jahr hat sich laut DrEd die Zahl der Online-Behandlungen aus Großbritannien verdoppelt: „Die Online-Welt ist längst fester Bestandteil im Lebensalltag der Menschen. Sie shoppen online, buchen Reisen im Netz, erledigen ihre Bankgeschäfte von Zuhause und konsultieren den Arzt per Internet“, so DrEd.

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