Telemedizin

Zava löst DrEd ab

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Berlin -

Neuer Name, neues Design: Spätestens seit dem „DrEd-Verbot“ ist der Name des Telemedizin-Anbieters belastet. Nun hat er sich umbenannt: In Zukunft verschreibt DrEd unter dem Namen Zava. Wann genau der Rebrand kommt, verrät das Unternehmen auf Anfrage noch nicht.

Eigentlich ist das Wort „Zava“ Kurdisch für Bräutigam. Darauf hat es DrEd aber offenbar nicht abgesehen. Stattdessen begründet der Online-Doktor die Wortschöpfung mit einer phonetisch unkorrekten Herleitung: Zava komme vom französischen „Ça va?“, also „Wie geht‘s?“ Das sei „für unsere Ärzte eine der wichtigsten Fragen – für unsere Patienten die Antwort auf die Digitalisierung des Lebens“, so das Unternehmen auf seiner Homepage.

Die Umbenennung begründet DrEd aber auch damit, in sechs europäischen Ländern aktiv zu sein. „Zava ist ein internationaler Name und bringt den Kern unserer täglichen Arbeit auf den Punkt: Ihr Wohlbefinden“, so die Telemediziner. Neben Deutschland können sich Kunden in Österreich, der Schweiz, Großbritannien, Irland und Frankreich behandeln lassen. Fun fact: In keinem dieser Länder (und auch sonst in keiner größeren Sprache) ist der Buchstabe Z stimmlos wie das Ç in „Ça va?“.

Mitte vergangenen Jahres wurde gemunkelt, dass das von einem Hamburger Arzt gegründete Unternehmen nach Deutschland umziehen könnte. Denn es setzt darauf, dass mit der Öffnung der Fernbehandlung perspektivisch auch die Fernverschreibung fester Bestandteil der ärztlichen Versorgung wird. Außerdem muss sich DrEd auf den Brexit vorbereiten. Nach wie vor ist nicht klar, wie die Regeln für den Ausstieg Großbritanniens aus der EU im Detail ausfallen. Bei einem harten Brexit ohne Übergangsregelungen wäre eine Verlagerung des Firmensitzes von DrEd aus Großbritannien in ein anderes EU-Land erforderlich.

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