Telemedizin

Erstrezept von DrEd APOTHEKE ADHOC, 06.09.2018 10:37 Uhr

Berlin - Bislang haben die Online-Ärzte von DrEd orale Kontrazeptiva nur als Folgerezept ausgestellt. Ab sofort können Frauen sich von den Medizinern aus Großbritannien auch eine Erstverordnung über die Antibabypille ausstellen lassen. Und Frauen in der Menopause bekommen Folgerezepte für ihre Hormonersatztherapie.

Ende 2016 hatte die Große Koalition mit der AMG-Novelle die Belieferung von Online-Rezepten verboten. Apotheker dürfen Rezepte von Internet-Praxen wie DrEd seitdem nicht mehr bedienen. Doch die Onlineärzte sind zurück: In Baden-Württemberg hat die Landesärztekammer dem Telemedizin-Pionier das Modellprojekt Docdirect genehmigt. Im Mai 2018 hatte die Bundesärztekammer die Musterberufsordnung geändert und deutschlandweit den Weg für die telemedizinische Erstbehandlung geöffnet. Im Sommer wurde DrEd in das Modellprojekt in Baden-Württemberg aufgenommen.

DrEd hat seit dem Start im Jahr 2011 nach eigenen Angaben europaweit über zwei Millionen Beratungen und Behandlungen aus der Ferne durchgeführt – davon über 400.000 für Patienten in Deutschland. Nach wie vor dürfen Apotheken außerhalb der Modellregion die Rezepte nicht einlösen. Doch Anbieter wie Teleclinic bieten den Dienst bereits bundesweit an, da der politische Wille der Regierung mit dem neuen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in diese Richtung gehrt. Nach dem Motto: Wo kein Kläger, da kein Richter.

Also geht auch DrEd den nächsten Schritt. Ab heute können sich Frauen auch die Erstverordnung für die Pille digital ausstellen lassen. Michel Wenger, ärztlicher Leiter von DrEd Deutschland, sieht keinen grundsätzlichen Unterschied: „Wir als Ärzte tragen die Verantwortung für die Behandlung – egal, ob sie offline, oder wie bei DrEd, online erfolgt. Die Sicherheit unserer Patienten steht für uns an erster Stelle.“

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