Dreimal Nasenspray, bitte!

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Berlin - Apotheker und PTA sind fast täglich in Kontakt mit Kunden, die rezeptfreie Arzneimittel nicht bestimmungsgemäß oder offensichtlich missbräuchlich anwenden. Ein Klassiker sind abschwellende Nasensprays. In der Regel erweisen sich solche Kunden als beratungsresistent. Wie sollte das pharmazeutische Personal damit umgehen?

Täglich suchen mehr als vier Millionen Menschen die Apotheken auf in der Hoffnung auf Linderung ihrer gesundheitlichen Beschwerden. Da Arzneimittel für die Selbstmedikation einfach und ohne komplizierte Wege bezogen werden können, tragen auch die Discountpreise einiger Apotheken zu Mehrkonsum bei. Dies führt bei Kunden häufig dazu, dass Substanzen verharmlost und Nebenwirkungen unterschätzt werden.

Laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) sind in Deutschland schätzungsweise mehr als 1,9 Millionen Menschen arzneimittelabhängig. Hinzu kommt eine unbekannte Anzahl an Menschen, bei denen ein Missbrauch rezeptfreier Arzneimittel vermutet wird. Von einem Medikamentenmissbrauch spricht man, wenn Medikamente ohne eine entsprechende Indikation, in unangemessen hoher Dosierung oder länger als notwendig eingenommen werden.

Etwa 10 bis 12 Prozent der OTC-Arzneimittel haben laut DHS ein Missbrauchspotenzial, im Rx-Bereich ist es etwa die Hälfte. In der Selbstmedikation gehören zu dieser Gruppe zum Beispiel Schmerzmittel, die nicht nur als Monopräparat, sondern auch in Kombination mit Coffein eingesetzt werden und damit gleichzeitig anregend wirken. Studien zufolge dosieren 5 bis 8 Prozent aller Kopfschmerzpatienten die Mittel zu hoch oder nehmen sie zu häufig ein. Hier sollte dem Kunden der Hinweis gegeben werden, dass der Dauergebrauch unter anderem zu analgetikaindizierten Kopfschmerzen führen kann.

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