Lunapharm

Zyto-Schmuggel: Erste personelle Konsequenzen

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Potsdam -

Nach dem Zyto-Skandal um gestohlene Medikamente gibt es erste personelle Konsequenzen im Brandenburger Gesundheitsministerium. Gegen einen Mitarbeiter des zuständigen Fachbereiches Arzneimittelaufsicht sei Strafanzeige erstattet worden, teilte das Ministerium mit.

Ihm sei die Führung der Dienstgeschäfte untersagt worden. Der bisherige Referatsleiter wurde mit einer anderen Aufgabe betraut. Zudem wurden Zuständigkeiten im Ministerium neu geordnet. Eine Task Force wurde außerdem eingerichtet, um die Vorwürfe aufzuklären.

Heute morgen startete das Gesundheitsministerium des Landes eine Telefon-Hotline. Darüber sollten ab heute 10 Uhr Informationen zum Skandal um den Pharmahändler Lunapharm für Patienten, aber auch Heilberufler wie Apotheker und medizinisches Personal zur Verfügung stehen. Das Informationstelefon wird dem Ministerium zufolge im Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen um den illegalen Medikamentenhandel mit einer Apotheke in Griechenland geschaltet. „Es soll zur Aufklärung beitragen und ist eine zusätzliche Möglichkeit, Nachfragen zu stellen.“ Die Hotline werde von medizinischen und pharmazeutischen Experten besetzt sein, kündigte das Ministerium heute morgen an. Die Telefone sind täglich zwischen 10 und 16 Uhr besetzt.

Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) entschuldigt sich für das Handeln. „Das tut mir aufrichtig leid. Ich will, dass alle Fakten auf den Tisch kommen und die Geschehnisse lückenlos aufgeklärt werden.“ Um Betroffenen eine direkte Möglichkeit zu geben, kompetente Informationen zu bekommen, habe sie entschieden, die Hotline einzurichten. Die Rufnummer lautet: 0331 866-5020.

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