Arzneimittelskandal

Lunapharm durchsucht

, , Uhr aktualisiert am 24.07.2018 11:58 Uhr
Potsdam -

Im Zusammenhang mit dem Medikamentenskandal in Brandenburg hat die Staatsanwaltschaft das Pharmaunternehmen Lunapharm durchsucht. Die Aktion im Landkreis Teltow-Fläming sei am Sonntag gelaufen, sagte Dorina Dubrau, Sprecherin der Potsdamer Staatsanwaltschaft.

Bei dem Pharmahändler seien Unterlagen und Medikamente beschlagnahmt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit dem Frühjahr wegen Hehlerei gegen die Geschäftsführerin Susanne Kraut-Zeitel und einen Mitarbeiter der Firma. Beide sind auf freien Fuß. Weitere Details wollte die Sprecherin unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen.

Zuvor hatte der RBB berichtet, dass die Staatsanwaltschaft nach Hinweisen des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) tätig geworden sei. Unklar ist, ob die in Griechenland gestohlenen Krebsmedikamente noch wirksam waren, als sie an Apotheken in elf Bundesländer gingen.

Bei einer Inspektion durch das Landesamt seien am vergangenen Freitag bei dem Pharmahändler mehrere unverpackte Arzneimittel, auch mit griechischer Aufschrift, entdeckt worden, die für einen Arzneimittelgroßhandel in Bayern bestimmt waren, sagte Marina Ringel, Sprecherin des Ministeriums. Der Logistiker hatte jedoch die Ware in Hof in Bayern zwischengelagert. Die Auslieferung wurde dann am Samstag gestoppt. Aufgrund eines Amtshilfeersuchens prüft seit Montag die zuständige bayerische Behörde, die Sicherheit des Vertriebsweges der Medikamente.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Auf antibakterielle Wirkstoffe besser verzichten
Hautcremes können dem Mikrobiom schaden»
Erste Leitlinie für Diagnose & Behandlung
Vitiligo: Wenn der Haut die Pigmente fehlen»