Impfzentren: 5000 Pharmazeuten in NRW bereit

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Berlin - In Nordrhein-Westfalen haben sich mehr als 3000 Apotheker und 2000 PTA zur Mithilfe in den Impfzentren gemeldet. Hier soll das pharmazeutische Personal zunächst die Aufbereitung der empfindlichen mRNA-Impfstoffe übernehmen. Die komplexen Bedingungen erfordern Konzentration und Ausdauer. Apotheker und PTA seien bestens ausgebildet, um diese Aufgabe zu übernehmen, so die beiden Apothekerkammern des Landes.

In NRW spielen Apotheker und PTA in den mobilen Impfteams zwar derzeit noch keine Rolle, in den Impfzentren sind sie dafür als fester Bestandteil der Teams eingeplant. Dort sollen sie die Aufbereitung des Impfstoffes von Anfang an übernehmen. Das pharmazeutische Personal werde die Impfung mit den neu entwickelten Impfstoffen überhaupt erst möglich machen, so die Apothekerkammern Nordrhein und Westfalen-Lippe.

Mehr als 3000 Apotheker und mehr als 2000 PTA haben ihre Mitarbeit in den Impfzentren angeboten. Wenn ausreichend Impfstoff vorhanden ist, sollen sie in zwei Schichten zwischen 8 und 20 Uhr arbeiten. Geplant ist, dass die landesweit 53 Impfzentren Anfang Februar den Betrieb aufnehmen. „Das stellt eine nationale Kraftanstrengung ohne Gleichen dar, die in den vergangenen Wochen minutiös vorbereitet wurde“, so die Kammern.

„Wir sind begeistert, wie viele Kammerangehörige sich auf diese Weise in den Kampf gegen Covid-19 einbringen“, erklären Dr. Stefan Derix, Geschäftsführer Apothekerkammer Nordrhein, und Dr. Andreas Walter, Hauptgeschäftsführer der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Pharmazeuten seien unerlässlich, da die aktuell verfügbaren Impfstoffe so sensibel sind. Die Aufarbeitung muss strengen Regeln folgen, ansonsten kann die mRNA während der Aufbereitung bereits zerstört werden. „Wird der Impfstoff in diesem Zustand einmal geschüttelt, muss er verworfen werden“, erklären die beiden Chefkoordinatoren für die pharmazeutischen Tätigkeiten in den nordrhein-westfälischen Impfzentren.

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