Westfalen-Lippe

Erste Online-Kammerwahl: Attacke auf ABDA

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Berlin -

Im Sommer stehen in Westfalen-Lippe wieder einmal Wahlen an. Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening regiert dort seit zehn Jahren unangefochten mit großen Mehrheiten. Dieser Wahlgang verspricht trotzdem Spannung: Erstmals können die rund 7300 wahlberechtigten Apotheker online abstimmen. Und die Aktive und Neue Liste treten dieses Jahr gemeinsam an. Es geht in erster Linie nicht gegen Overwiening, sondern gegen die ABDA in Berlin: „Wir müssen unserer Kräfte bündeln. Unsere Probleme sind groß genug“, sagt Apotheker Michael Mantell.

Bereits vor fünf Jahren wollte die Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) das Experiment der Online-Wahl riskieren. Damals legte sich die Aufsichtsbehörde noch quer, weil es noch zu wenige Erfahrungen damit gab. Inzwischen sind die Sorgen verpufft und die Apotheker in Westfalen-Lippe erhalten erstmals mit den Wahlunterlagen eine PIN und eine TAN.

Gewählt wird in Westfalen-Lippe wie immer in drei Wahlkreisen: Arnsberg, Detmold und Münster. Bis zum 25. Juni müssen entweder die Wahlbriefe oder die Online-Stimmen bei der Kammer eingegangen sein. Durchgeführt wird die Online-Abstimmung von Polyas, ein Anbieter, der sich auf die Stimmabgabe im Internet spezialisiert hat. Organisiert hat Polyas bereits Kammerwahlen für die IHK Berlin und Cottbus und für die Architektenkammern Baden-Württemberg und Brandenburg.

Jeder der über 7000 Apotheker im Kammerbezirk muss zur Online-Wahl seine Mitgliedsnummer und die PIN eingeben. Die Stimmabgabe erfolgt dann wie beim Onlinebanking mit Hilfe einer TAN. Doppelte Stimmabgaben sind ausgeschlossen. Es werden zwei Wahllisten erstellt und die Namen abgeglichen. Außerdem: PIN und TAN befinden sich auf dem Briefwahlunterlagen. Werden diese „freigerubbelt“ zurückgesendet, wird die Stimmabgabe überprüft.

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